Am Flughafen Frankfurt am Main wurde in den letzten Monaten das Augenmerk auf die Bekämpfung von Drogen- und Geldwäschekriminalität gelegt. In einer aktuellen Schwerpunktkontrolle des Zolls vom 16. bis 18. Juni 2025 wurden bemerkenswerte Funde gemacht, die die Dimensionen dieser illegalen Geschäfte verdeutlichen. So berichtete FNP, dass 160 Kilogramm Crystal Meth in einer Baumaschine aus Mexiko entdeckt wurden, was die größte Sicherstellung dieses Betäubungsmittels im Flugverkehr in Deutschland darstellt.
Für die Zollbeamten war dies nicht der einzige Schockmoment. Ein weiteres Highlight war der Fund von 11 Kilogramm Feingoldbarren im Gepäck einer Frau, die in einem Kochtopf versteckt waren. Der Wert dieser Goldbarren übersteigt eine Million Euro, doch eine legale Herkunft der Ware konnte nicht nachgewiesen werden. Dies befeuert die Anstrengungen des Zolls zur Bekämpfung der Geldwäsche, da Barmittel über 10.000 Euro bei Ein- oder Ausreise schriftlich angemeldet werden müssen. Verstößen drohen hohe Bußgelder, die bis zu einer Million Euro betragen können.
Rekordzahlen und Sicherheitsmaßnahmen
Die Zollfahnder in Frankfurt haben im Jahr 2024 eine explosive Bilanz gezogen. Über 8,8 Tonnen Drogen wurden sichergestellt, darunter 4,4 Tonnen Kokain. Diese hohen Zahlen sind Grund genug für die Bundesregierung, eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen für die Zollbeamten zu diskutieren. Wie Tagesschau berichtet, wurde die Bedrohung durch organisierte Drogenkriminalität als ernsthaft eingestuft, was auch zu Übergriffen auf Zollbeamte führte.
Bundesfinanzminister Christian Lindner hat angekündigt, den Zoll besser auszurüsten, um den Herausforderungen durch internationale Drogenbanden zu begegnen. Zöllner beklagen jedoch, dass die Sicherheitsvorkehrungen noch nicht ausreichen, um sie im Kampf gegen diese Kriminalität zu schützen. Ein Analysebericht warnt vor gewaltbereiten Personen, die Kokainlieferungen begleiten, und fordert bessere Sicherheitsmaßnahmen.
Die Rolle der internationalen Zusammenarbeit
Ein bemerkenswerter Aspekt in der Arbeit des Zolls ist die internationale Zusammenarbeit, die bei der Bekämpfung von Drogen und Geldwäsche unerlässlich ist. Im Fall der 160 Kilogramm Crystal Meth wurden in den Niederlanden vier mutmaßliche Hintermänner festgenommen, was zeigt, dass auch grenzüberschreitende Kooperationen notwendig sind, um diesen kriminellen Strukturen das Handwerk zu legen, wie die Zollseite festgestellt hat.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Zoll am Flughafen Frankfurt vor enormen Herausforderungen steht, die von immer raffinierteren Methoden der Drogen- und Geldwäscheranktionen geprägt sind. Die kontinuierliche Überwachung von Gepäck und Personen ist nicht nur notwendig, um die Sicherheit zu gewährleisten, sondern auch um die Integrität der nationalen und internationalen Sicherheitslage zu schützen.