In einem bedeutenden Schritt für die katholische Kirche wurde die Satzung der Synodalkonferenz am 24. November 2025 einstimmig in Fulda beschlossen. Der Prozess, der von Charlotte Kreuter-Kirchhof und Bischof Franz-Josef Overbeck geleitet wurde, stellt eine wichtige Etappe auf dem synodalen Weg dar, den der Vatikan als vorbildlich für die Weltkirche betrachtet. Kreuter-Kirchhof zeigte sich erleichtert über das Ergebnis und wertete es als Zeichen des gewachsenen Vertrauens innerhalb der Kirche. Auch Overbeck sprach von einer lohnenden Zusammenarbeit und betonte, dass die einstimmige Entscheidung nicht von Anfang an erwartet werden konnte berichtet katholik.de.

Bevor die Satzung ihre volle Gültigkeit erlangt, muss sie noch von den Vollversammlungen des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) sowie vom Vatikan genehmigt werden. Overbeck zeigt sich optimistisch, da viele Diözesanbischöfe in Fulda anwesend waren und für die Satzung stimmten. Die Bedeutung von Vertrauen wird als essenzieller Bestandteil unterstrichen; sowohl Overbeck als auch Kreuter-Kirchhof heben hervor, dass der synodale Weg ein fortlaufender Prozess ist, in dem offener Austausch und das Ringen um Konsens zentrale Rollen spielen.

Synodalität als Weg der Teilhabe

Die Synodalität selbst wird von verschiedenen Stimmen in der Kirche als konstitutive Dimension betrachtet, die im Kontext des Zweiten Vatikanischen Konzils an Bedeutung gewonnen hat. Eine Studie der Internationalen Theologischen Kommission zeigt, dass die synodalen Strukturen und Prozesse nicht nur als notwendig, sondern auch als Chance zur Erneuerung der Kirche angesehen werden. Diese Umkehr zur synodalen Praxis erfordert einen verstärkten Dialog sowie die Einbeziehung aller Mitglieder der Kirche in den Evangelisierungsprozess. Dieser Anspruch auf Teilhabe wird von den Bischöfen als Verantwortung verstanden, die gemeinschaftlich wahrgenommen werden muss stellt der Vatikan klar.

Margit Eckholt, die an der Synodalversammlung teilnahm, betont die Herausforderungen der Synodalität und die dauerhafte Relevanz der Frauenfrage in der Kirche. Sie hebt hervor, dass 75% der Katholik:innen in Regionen des Südens leben und deren Perspektiven bei der neuen Phase der Rezeption des Konzils ernst genommen werden müssen. Der Fokus liege auf Interkulturalität und Geschwisterlichkeit, wichtige Grundpfeiler des Erbes von Papst Franziskus, die durch den synodalen Prozess weiter gefestigt werden sollen erläutert kirche-und-leben.de.

Ein gemeinsames Ziel

Die vorliegende Satzung ist daher nicht nur ein Dokument, sondern ein Symbol für den Willen zur Veränderung. Die synodale Kultur verlangt ein Umdenken auf allen Ebenen, um die Einheit und Teilhabe aller Mitglieder an der Mission der Kirche zu fördern. Overbeck und Kreuter-Kirchhof unterstreichen, dass eine solche Entwicklung Zeit braucht, aber auf einer soliden Grundlage von Vertrauen und Zusammenarbeit aufbaut. Zusammen blicken sie optimistisch in die Zukunft und betonen, dass die Kirche sich weiterentwickeln und an die Herausforderungen der modernen Welt anpassen muss.