Die SGV Freiberg hat sich derzeit auf einem schmalen Grat zwischen Erfolg und Misserfolg bewegt. Trainer Kushtrim Lushtaku betont dabei die Notwendigkeit von Teamgeist und Vertrauen, um seine Spieler von den aktuellen mentalen Blockaden zu befreien. Trotz einer Negativserie, in der das Team seit sechs Spielen sieglos bleibt, behält Freiberg die Tabellenführung in der Regionalliga. Doch wie lange noch?
Am vergangenen Spieltag trennte sich Freiberg mit einem 1:1-Unentschieden von Barockstadt Fulda-Lehnerz. Marius Köhl brachte Freiberg in der 16. Minute in Führung, musste jedoch verletzungsbedingt das Feld verlassen. Fulda glich in der 30. Minute durch Dittmann aus. Auch wenn Freiberg das Spiel nach der Halbzeit kontrollierte, blieb die erhoffte zweite Torerbeute aus. Neuzugang Andronache traf lediglich den Pfosten und die Mannschaft konnte die defensive Stärke von Fulda nicht überwinden, auch nicht nachdem diese in der 70. Minute mit einer Gelb-Roten Karte für Hillmann in Unterzahl agierte.
Körperliche und mentale Herausforderungen
Lushtaku äußerte sich kritisch zur Körpersprache seiner Spieler in der ersten Halbzeit und sieht die Ursache für die gegenwärtigen Schwierigkeiten nicht im Talent, sondern in der hohen Erwartungshaltung der Spieler. In den letzten sechs Spielen holte Freiberg lediglich vier Punkte, während die Verfolger Mainz 05 und Steinbach ebenfalls nicht über Unentschieden hinauskamen. Dennoch ist der Vorsprung auf diese Teams weiterhin vorhanden, doch das Gefühl der Kontrolle scheint verloren gegangen zu sein.
Das nächste Spiel steht für Freiberg bereits am Samstag an, wenn sie auf Sandhausen treffen. Ein wichtiges Duell, nicht nur für die Punkte, sondern auch für das Selbstvertrauen der Spieler. Hier entscheidet sich, ob die betonierte Mentalität eine Wende erleben kann oder ob die Herausforderung weiterhin besteht.
Die psychologische Dimension im Fußball
Inmitten dieser sportlichen Turbulenzen wirft die Diskussion um die mentale Gesundheit im deutschen Fußball ihre Schatten. Matthias Sammer hat in einem Podcast die derzeitige Situation negativ beleuchtet und auf die stagnierende Entwicklung der Sportpsychologie hingewiesen. Viele Vereine, darunter nur 10% in den ersten drei Ligen, haben tatsächlich Zugang zu Sportpsychologen, oft in Teilzeit oder sogar stundenweise.
Das Problem ist nicht neu: Während der DFB zwar versucht, Themen wie Teamdynamik und Persönlichkeitsentwicklung aufzugreifen, geschieht dies oft nur oberflächlich. Die tiefergehende Betreuung von Talenten bleibt ein unzureichend adressiertes Problem. Dr. Hans-Dieter Hermann fordert daher einen Paradigmenwechsel in der sportpsychologischen Betreuung, um die mentale, emotionale und soziale Entwicklung der Spieler wirklich zu fördern.
Insgesamt zeigt sich, dass die SGV Freiberg sich nicht nur sportlich, sondern auch psychologisch einer großen Herausforderung gegenüber sieht. Es bleibt zu hoffen, dass die Teamdynamik und der Glaube an die eigene Stärke bald zurückkehren. Der Blick auf die kommenden Spiele wird zeigen, ob diese Krise überwunden werden kann.
Weitere Informationen zu den Hintergründen der sportpsychologischen Entwicklungen im deutschen Fußball liefert die Website der Sportpsychologen, wo die Themen intensiv diskutiert werden. Es bleibt spannend, wie Freiberg diesen Weg gestalten kann und ob das Team in den kommenden Spielen wieder auf die Erfolgsspur zurückfindet.
Für mehr Infos zu Freiberger Herausforderungen, besuchen Sie Ludwigsburg24. Weiterführende Einblicke zur Sportpsychologie finden Sie bei den Sportpsychologen. Und wenn Sie mehr über den Zugang zu Lernplattformen benötigen, sehen Sie sich die praktischen Tipps auf Canvas an.