In Fulda dreht sich alles um die Gründung des hessischen Ablegers der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“. Diese Veranstaltung, die für den 28. März geplant ist, sorgt bereits im Vorfeld für rege Diskussionen und Proteste. Die Gegner mobilisieren, um ein Zeichen gegen diese Entwicklung zu setzen. Ein Demokratiefest sowie eine Demonstration werden parallel zur Gründungsveranstaltung stattfinden, um ein starkes und friedliches Zeichen für die Demokratie zu setzen. Hessenschau berichtet von einem Demokratie-Festival, das mit Musik, Kleinkunst und Verpflegung aufwarten soll.
An diesem Tag wird das Bürgerhaus in Fulda-Johannesberg zum Mittelpunkt für beide Seiten, denn um 10:00 Uhr beginnt der Demonstrationszug von den Fulda-Auen, gefolgt von dem Demokratiefest um 10:30 Uhr. Veranstalter rechnen mit bis zu 2.500 Teilnehmenden, während die Polizei vorsichtshalber nur mit etwa 1.000 Menschen rechnet, was durchaus als untertrieben angesehen wird. Stern ergänzt, dass das Bündnis „Fulda stellt sich quer“ die Proteste organisiert und dabei Unterstützung vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) erhält.
Ein breites Bündnis für die Demokratie
Das Motto der Proteste, „Fulda steht auf – laut, friedlich und gemeinsam“, spricht eine klare Sprache. Hier geht es nicht nur um den Protest gegen die AfD, sondern um ein gemeinsames Bedürfnis nach einem Aufstand für demokratische Werte. Innenminister Roman Poseck hat, trotz der besorgten Stimmen in der Bevölkerung über die Gefahren durch rechtsextreme Ansichten, ein beruhigendes Wort in Richtung der Protestierenden gerichtet. Er zeigt sich optimistisch, dass die Situation friedlich bleiben wird und verweist auf die Mobilisierung gegen einen eigenen AfD-Ableger, die landesweit Relevanz hat, aber nicht über die Grenzen Hessens hinausreicht. Stern hebt hervor, dass Poseck an alle Beteiligten appelliert, im Rahmen des geltenden Rechts zu handeln.
Ortsvorsteher Erwin Stock zeigt sich gelassen und vertraut auf die Polizei, die sich auf verschiedene Szenarien vorbereitet, aber von einem friedlichen Verlauf ausgeht. Mobile Toiletten wurden angefordert, damit die Anwohner nicht zusätzlich belastet werden. Hessenschau informiert, dass Shuttle-Busse vom Bahnhof nach Johannesberg bereitgestellt werden, um den Teilnehmern die Anreise zu erleichtern.
Ein Blick auf die Protestszenen in Deutschland
Im gleichen Atemzug muss erwähnt werden, dass die Proteste gegen den Rechtsruck nicht nur in Fulda, sondern in ganz Deutschland ein großes Thema sind. Zahlreiche Städte haben auch in der Vergangenheit ähnliche Demonstrationen erlebt. In Köln zum Beispiel mobilisierten sich im vergangen Jahr laut Polizei rund 40.000 Menschen gegen Rechtsextremismus, deutlich mehr, als ursprünglich erwartet. Tagesschau berichtet von einem starken Zusammenhalt unter den verschiedenen Gruppen, die sich in einem Bündnis für die Demokratie zusammenfinden.
Mit einem klaren Signal an die AfD und deren Unterstützer wollen die Demonstrierenden zeigen, dass sie sich für eine offene und tolerante Gesellschaft einsetzen. Das wird auch in Fulda am 28. März auf eindrucksvolle Weise demonstriert werden.