Die Burgerkette „Hans im Glück“ steht im Mittelpunkt einer aktuellen Insolvenzmeldung, die die Fuldaer Filiale betrifft. Diese musste am 20. Juni 2025 in ein Insolvenzverfahren eintreten, während der Geschäftsbetrieb weiterhin läuft. „Hans im Glück“ ist ein beliebtes Fast-Casual-Franchiseunternehmen mit über 90 Standorten in Deutschland, das 2010 in München gegründet wurde. Besonders die Filiale in Fulda, die am 22. Juli 2022 eröffnet wurde, ist nun in der Schwebe, da die Gründe für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Franchisenehmers zurzeit unklar sind.

Besonders betroffen sind die 29 Mitarbeitenden, die eine unsichere Zukunft vor sich haben. Aktuell sind die Löhne bis Ende Juni 2025 über das Insolvenzausfallgeld abgesichert, was den Angestellten ein wenig Ruhe vor den finanziellen Sorgen gibt. Ein vorläufiges Insolvenzverfahren wurde beim Amtsgericht Mainz über die Systemgastronomie P. van der Broeck GmbH & Co. KG, die die Fuldaer Filiale betreibt, eingeleitet. Dr. Alexander Jüchser wurde am 23. Mai 2025 als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt und führt derzeit Gespräche mit potenziellen Investoren sowie Vertragsverhandlungen, die momentan als positiv beurteilt werden.

Der Standort Fulda und der hohe Wettbewerbsdruck

Der Standort in Fulda ist der einzige, den die Gesellschaft derzeit betreibt, während die zwei anderen Filialen in Mainz und Wiesbaden bereits Ende 2024 abgegeben wurden. Diese wurden seit November 2024 von der Hans im Glück Franchise GmbH als Eigenbetriebe übernommen. Laut Beobachtungen ist der Wettbewerbsdruck im Burgersegment in Fulda sehr hoch. Zahlreiche Anbieter sind in der Nähe aktiv, was die Lage der Filiale zusätzlich erschwert.

Der Insolvenzverwalter äußert sich jedoch vorsichtig optimistisch über die Zukunft des Fuldaer Standorts. Eine Lösung für die Filiale wird bis Anfang Juli 2025 erwartet, wodurch die Hoffnungen auf eine Stabilisierung der Situation nicht ganz verloren scheinen.

Insolvenzen im deutschen Durchschnitt

Im weit größeren Kontext zeigen die neuesten Statistiken, dass die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland 2024 auf 21.812 angestiegen ist, ein Anstieg von rund 4.000 im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklungen sind vor dem Hintergrund aktueller und früherer Krisen zu sehen, die besonders Unternehmen betreffen, die bereits mehrere Jahre am Markt sind. Die Anzahl der Insolvenzen pro 1.000 Bestandsunternehmen liegt nun bei 7, was einen deutlichen Anstieg darstellt.

Die Fuldaer Filiale von „Hans im Glück“ ist klar in einem herausfordernden Umfeld tätig. Die Entwicklungen der nächsten Wochen werden entscheidend für die Zukunft der Filiale und ihrer Mitarbeitenden sein, die sich derzeit in einer verzwickten Lage befinden. Wie es weitergeht, bleibt abzuwarten – eines steht jedoch fest: Die Burgerkette braucht ein gutes Händchen, um das Ruder herumzureißen.

Für weitere Informationen über die laufenden Entwicklungen rund um die Insolvenz und die Restaurantbranche im Allgemeinen verweisen wir auf die Berichterstattung von Fuldaer Zeitung, Osthessen News sowie die Statistiken von IFM Bonn.