Die Wald-AG der Albert-Schweitzer-Schule Alsfeld hat Großes geleistet und wurde dafür mit dem Nachhaltigkeitspreis der RhönEnergie ausgezeichnet. In einer festlichen Verleihung, die sowohl in Fulda als auch in der Aula der Schule stattfand, konnte die AG stolz den ersten Platz und ein Preisgeld von 5.000 Euro entgegennehmen. Dies ist nicht nur eine Anerkennung für ihre hervorragende Arbeit, sondern auch ein Ansporn, die Initiative „Artenschutzhaus“ weiter auszubauen. Schulleiter Christian Bolduan zeigte sich begeistert und dankte allen Beteiligten, besonders den Unterstützern Dr. Florian Meister und Förster Tobias Behlen von HessenForst.

Das Projekt „Artenschutzhaus“ zielt darauf ab, ein ehemaliges Wiegehäuschen in einen Rückzugsort für verschiedene heimische Tierarten wie Fledermäuse, Reptilien, Amphibien und Schleiereulen umzugestalten. Diese Transformation ist Teil einer umfassenden Initiative zur Schaffung artgerechter Habitate, die durch den Umbau eines Biotop-Teichs und Bruthabitate für Schleiereulen flankiert wird. Das Engagement von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 6 bis 11 zeigt, dass junge Menschen aktiv zur Erhaltung der Natur beitragen können.

Nachhaltigkeitspreis als Wegweiser

Der Nachhaltigkeitspreis, der bereits zum zweiten Mal von der RhönEnergie vergeben wurde, ehrt Projekte, die sich für Umwelt, Klima und regionale Verantwortung einsetzen. Aus über 20 Bewerbungen wählte die Jury die besten drei Auszeichnungen aus, wobei die Wald-AG besonders hervorsticht. Ihre nachhaltigen Ansätze und die enge Zusammenarbeit mit HessenForst sprechen für sich.

Tobias Behlen, der vom Forstamt Romrod täglich den Fortschritt des Projekts überwacht, hebt hervor, wie wichtig solche Initiativen sind, um den ökologischen Wert der Region zu sensibilisieren. Auch Dr. Volker Nies, Pressesprecher der RhönEnergie, bekräftigt: „Kleine, aber feine Projekte sind das Rückgrat der Energiewende.“ Zudem wird das Preisgeld gezielt in den weiteren Ausbau des Artenschutzhauses und die Verbesserung des Biotop-Teichs investiert.

Blick in die Zukunft

Die Wald-AG plant, den Erfolg fortzusetzen. Ein Film über ihre Aktivitäten soll bald auf der Website der Schule veröffentlicht werden, um auch andere Schulen und Gruppen zu inspirieren. Wie Dr. Florian Meister, der die AG leitet, erklärt, stellt die Auszeichnung nicht nur einen Höhepunkt der AG-Arbeit dar, sondern auch einen Anreiz für zukünftige Projekte im Bereich Naturschutz. Das Bundesamt für Naturschutz (bfn.de) bietet darüber hinaus wertvolle Informationen und Fördermöglichkeiten, die für weitere Projekte in Betracht gezogen werden können.

Ein besonderes Highlight der Preisverleihung war die musikalische Darbietung eines Schüler-Streichertrios, die sowohl den Einstieg als auch das Ende der Veranstaltung bunt umrahmte. Schülerin Charlotte beschrieb den Moment als surreal, und die Freude über die Anerkennung der geleisteten Arbeit war spürbar. In diesem Sinne sendet das Projekt Artenschutzhaus ein starkes Signal: Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind Themen, die nicht nur Erwachsene beschäftigen sollten. Vielmehr kann und sollte jeder seinen Beitrag leisten, um die Natur für zukünftige Generationen zu bewahren.