Die SG Barockstadt Fulda hat einen packenden Sommer hinter sich, in dem die Mannschaft sowohl Triumphe als auch bittere Niederlagen erlebte. Während sie sich zunächst im Hessen-Pokal durchsetzen konnte, folgte im Viertelfinale eine knappe Entscheidung, die die Gemüter spaltet. Die Mannschaft, die für ihre kämpferische Einstellung bekannt ist, hat im Elfmeterschießen gegen den TSV Steinbach Haiger das Nachsehen gehabt.
Ursprünglich hatten die Fuldaer im Viertelfinale großen Erfolg gegen Türk Gücü Friedberg. Bei dieser Begegnung musste das Elfmeterschießen entscheiden, da die Partie nach 90 Minuten mit einem 1:1 endete. Moritz Dittmann brachte Fulda früh in der 13. Minute in Führung, doch Noah Michel glich nur drei Minuten später aus. Trainer Daniyel Cimen zeigte sich positiv gestimmt und lobte die Performance seines Teams, obwohl er auch einige strittige Schiedsrichterentscheidungen ansprach, die das Spielgeschehen beeinflussten. Besonders eine nicht gegebene Elfmeterentscheidung, die das 2:0 hätte bringen können, sorgte für Diskussionen. Letztlich trat die SG Barockstadt im Elfmeterschießen stark auf – alle Versuche wurden erfolgreich verwandelt, während Friedberg zwei Elfmeter vergab. Dies bedeutete den Einzug ins Halbfinale, was der Trainer als „nicht unverdient“ bezeichnete. Das Team gedachte zudem ihres verstorbenen Mitglieds Dirk Schürtrumpf.
Das missratene Viertelfinale
Im Halbfinale gegen den TSV Steinbach Haiger sahen sich die Fuldaer jedoch einer ganz anderen Herausforderung gegenüber. Trotz einer starken ersten Halbzeit, in der Brian Campman in der 40. Minute den Ausgleich zum 1:1 erzielte, scheiterte die Mannschaft letztlich im Elfmeterschießen mit 9:10. Die Eröffnungsphase war für Fulda unglücklich, da Jonas Singer bereits in der 4. Minute für Steinbach traf. Trainer Cimen musste zudem auf Aaron Frey und Tim Korzuschek verzichten, was die Situation nicht erleichterte. Ein weiterer Faktor war die Leistung von Samuel Zapico, der zwei Elfmeter parierte, während Milian Habermehl und Marius Köhl auch für Fulda im Elfmeterschießen scheiterten.
Im Elfmeterschießen wurden die Nerven auf die Probe gestellt. Während Fingernägel gekaut und die Spannung rauf und runter ging, zeigte sich Steinbach letztlich als das glücklichere Team und zieht ins Finale gegen KSV Hessen Kassel ein. Cimen und seine Jungs hatten das Potenzial, jedoch fehlte das letzte Quäntchen Glück.
Ein Blick auf das Finale
Das große Finale des Hessenpokals wird nun am Samstagabend in Frankfurt ausgetragen. Der SV Wehen Wiesbaden hat sich kürzlich im Elfmeterschießen mit 6:5 gegen KSV Hessen Kassel durchgesetzt, nachdem das Spiel nach regulärer Zeit 1:1 endete. Wiesbaden und Kassel boten den Zuschauern ein spannendes Duell und Wiesbaden hat sich somit einen Platz im DFB-Pokal gesichert, der in der kommenden Saison ansteht. Die Auslosung der ersten Runde findet am 15. Juni statt, die Spiele werden vom 15. bis 18. August sowie am 26. und 27. August durchgeführt.
Für die SG Barockstadt heißt es nun, den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Mit einer starken Leistung im Rücken und einer motivierten Mannschaft kann die SG wieder auf Angriffsmodus schalten, um in der nächsten Saison neue Ziele zu verfolgen. Ein Blick in die Zukunft zeigt: Der DFB-Pokal könnte auch in der kommenden Saison wieder ein erstrebenswertes Ziel sein.
Weitere Details zur spannenden Hessenpokal-Saison und dem Verlauf der Spiele finden Sie bei Osthessen News, sowie bei der Fuldaer Zeitung und der Hessenschau.