In der charmanten Stadt Fulda, die auf über 1.250 Jahre Geschichte zurückblickt, öffnet sich ein faszinierendes Kapitel der Vergangenheit – das barocke Stadtschloss. Dieses beeindruckende Bauwerk bietet Besuchern nicht nur Einblicke in die fürstliche Wohnkultur des Barock und Klassizismus, sondern auch in die Lebenswelt des Absolutismus. Die „Historischen Räume“ der ehemaligen Residenz der Fuldaer Fürstäbte präsentieren den großen Festsaal, Vorräume sowie eine fürstliche Wohnung aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Auch einige Räume aus dem Klassizismus des 19. Jahrhunderts sind Teil der Ausstellung. Für Liebhaber von Kunst und Geschichte sind die berühmten Sammlungen Fuldaer und Thüringer Porzellans im Stadtschloss ein absolutes Muss.
Die Führung durch diese historischen Gemäuer dauert etwa 45 Minuten und kann mit einem einstündigen Stadtrundgang kombiniert werden. Die Führungszeiten sind täglich außer montags um 14:00 Uhr sowie samstags und sonntags um 10:30 Uhr und 14:00 Uhr. Der Preis für Erwachsene beträgt 9,00 € pro Person, während Schüler, Studenten und Ermäßigungsberechtigte nur 7,00 € zahlen. Für weitere Informationen zur Schlossführung finden Sie die Details unter Osthessen News.
Architektur und Geschichte des Stadtschlosses
Das Stadtschloss hat eine bewegte Geschichte, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Ursprünglich stand an dieser Stelle die Abtsburg, gefolgt von einem Renaissance-Schloss, das zwischen 1607 und 1612 erbaut wurde. Von 1706 bis 1721 wurde das Renaissance-Schloss nach Plänen des berühmten Architekten Johannes Dientzenhofer umgestaltet und diente fortan als barocke Residenz der Fuldaer Fürstäbte und Fürstbischöfe. Im Jahr 1825 kam es zu einer teilweisen Umgestaltung im Empirestil durch Johann Conrad Bromeis.
Heute sind im Stadtschloss zugängliche Bereiche die klassizistischen Wohnräume, ein großes barockes Treppenhaus sowie Repräsentationssäle, darunter der Festsaal und die fürstliche Wohnung des 18. Jahrhunderts. Besonders beeindruckend ist der Fürstensaal, der mit Deckenstuck und prachtvollen Deckengemälden aus den Jahren 1712-1713 ausgestattet ist. Ein weiteres Highlight ist das Rokoko-Spiegelkabinett, das die Besucher in eine vergangene Zeit entführt. Für Kunstliebhaber bietet das Schloss auch eine Präsentation von Fuldaer Porzellan und Thüringer Porzellanfiguren aus dem 18. Jahrhundert sowie eine Gemäldesammlung aus dem 19. Jahrhundert. Für weitere Informationen zur Architektur und Geschichte des Stadtschlosses besuchen Sie bitte Museen in Hessen.
Das Fastnachtsmuseum und die Fulder Foaset
Im Keller des Stadtschlosses befindet sich das Fastnachtsmuseum, das an den regionalen Karneval „Fulder Foaset“ erinnert, der erstmals 1508 in einer Gerichtsakte erwähnt wurde. Die Exponate im Museum sind in Straßen- und Saalfastnacht gegliedert und bieten einen faszinierenden Einblick in die Traditionen und Bräuche des Karnevals. Digitale Medienstationen ermöglichen den Besuchern, Zeitzeugenberichte, Büttenreden und alte Filmsequenzen zu erleben. Ein Glossar mit 160 Schlagworten zur „Fulder Foaset“ steht ebenfalls zur Verfügung. Außerdem kann eine 90-minütige Fastnachtsführung gebucht werden, die relevante Orte im Stadtbild mit einem Besuch des Museums kombiniert.
Fulda – eine Barockstadt mit Geschichte
Fulda wird oft als „Barockstadt“ bezeichnet, und das aus guten Gründen. Die Stadt ist bekannt für ihre beeindruckenden Bauwerke im Barockviertel, darunter der Dom St. Salvator und der Schlossgarten mit der Orangerie und Floravase. Die Altstadt zeigt zudem ihr mittelalterliches Gesicht mit liebevoll erhaltenen Fachwerkhäusern und der Stadtmauer. Die Architektur der Barockepoche ist geprägt von geschwungenen Gebäudeformen, Lichteffekten und großzügigen Gartenanlagen, was Fulda zu einem reizvollen Ziel für Kulturliebhaber macht. Für weitere Informationen über die barocken Städte Deutschlands besuchen Sie Germany Travel.