In einer kleinen Kleinstadt, in der die Träume oft wie die Wolken am Himmel verwehen, erzählt der neue Film „22 BAHNEN“ die Geschichte der jungen Tilda (Luna Wedler). Mit einem strengen Tagesablauf, bestehend aus Studium, Supermarktkasse, Schwimmen und der Verantwortung für ihre kleine Schwester Ida (Zoë Baier) und deren alkoholabhängiger Mutter (Laura Tonke), kämpft Tilda, ihre eigene Identität und Perspektive zu finden. Laut Osthessen News wird deutlich, dass das Aufwachsen in einer emotionalen Ausnahmesituation Tildas Leben stark prägt. Ihre Freunde wohnen weit weg in Amsterdam oder Berlin, während sie selbst über die Lokalszenen der Heimat hinausblickt.

Die enge Bindung zwischen den Schwestern und die Herausforderungen, die Tilda meistern muss, stehen im Zentrum des Films. Als sie eine Möglichkeit für eine Promotion in Berlin erhält, beginnt sich ihr Blick auf die Zukunft zu verändern. Bei all dem bleibt nicht unerwähnt, dass es in Tildas Leben keine nennenswerten Väter gibt. Dies unterstreicht das Gefühl der Isolation, das sie durchlebt. Ein entscheidender Moment tritt ein, ohne dass sie es ahnt: Viktor (Jannis Niewöhner), der große Bruder ihres verstorbenen Freundes Ivan, betritt die Bühne ihres Lebens und bringt zusätzliche Dynamik in ihre Welt.

Einblick in Schmerz und Hoffnung

„22 BAHNEN“ thematisiert nicht nur das Erwachsenwerden und die Liebe, sondern auch den bedingungslosen Zusammenhalt, der in Familien oft über Leben und Tod entscheidet. Solche Geschichten verlangen oft einen ganz besonderen Blick auf die Herausforderungen von Abhängigkeiten, wie sie in vielen Filmen zu sehen sind. Die Welt des Films verbindet sich hierbei mit der Realität, in der Sucht ein Thema von großer Tragweite darstellt.

Wie Gedankenwelt beschreibt, bieten Filme über Sucht tiefgehende Einblicke in die menschliche Psychologie, persönliche Dramen und die Rückfälle, die viele Betroffene erleben müssen. Diese Filme können helfen, das Bewusstsein für die verschiedenen Formen von Sucht zu schärfen, sei es Alkohol, Drogen oder Internetabhängigkeit. Der Umgang mit diesen Themen im filmischen Medium lässt oft den Raum für Empathie und Verständnis.

Filme über Abhängigkeit im Fokus

Eine Vielzahl von Filmen bildt das beeindruckende Spektrum an Erzählungen über Sucht. Von „Gia“ (1998), das die Geschichte eines Supermodels mit Kokainabhängigkeit erzählt, bis hin zu „Shame“ (2011), das sich mit den inneren Kämpfen eines Mannes mit Sexsucht auseinandersetzt. Diese Geschichten zeigen eindrücklich die Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens, wie GQ zusammenstellt, und werfen ein Licht auf die Beziehung zwischen Sucht, Genuss und Zerstörung.

  • „A Star Is Born“ (2018) – Die Geschichte von Jackson Maine, einem alkoholkranken Musiker.
  • „Trainspotting“ (1996) – Eine mitreißende Erzählung über Heroinabhängigkeit.
  • „Requiem for a Dream“ (2000) – Die zerstörerischen Folgen von Drogenabhängigkeit auf die Träume von vier Menschen.

In Anbetracht all dieser Geschichten und Sichtweisen ist „22 BAHNEN“ eine willkommene Ergänzung im Filmkanon, der das Publikum dazu bringt, über familiäre Bindungen, Herausforderungen durch Sucht und vor allem über die Hoffnung nachzudenken, die in der Dunkelheit aufblitzen kann. Der Film eröffnet somit nicht nur einen spannenden Einblick in Tildas Leben, sondern lädt auch zum Nachdenken über die Realität des Lebens hinter den Kulissen ein. Vielleicht wird der Film bei den kommenden Winterzeitkino-Vorstellungen einen Platz finden, wo er das Publikum berühren kann.