In der Zeitspanne zwischen dem 11. und 14. November 2025 haben Unbekannte auf zwei Friedhöfen in Fulda eklatante Grabschmuckdiebstähle verübt. Auf dem Friedhof in der Hemmener Straße in Lüdermünd erbeuteten die Diebe eine 50 bis 60 cm hohe Marienstatue sowie ein nahezu ein Meter großes Kreuz aus Bronze. Auch auf dem Friedhof in Bernhards hinterließen die Täter ihre Spuren, indem sie ein Messingkreuz von einem Grabstein abbrachen und eine etwa 60 cm große Statue aus Bronze entwendeten. Der Wert der gestohlenen Gegenstände ist der Polizei bislang nicht bekannt, was jedoch keinen Zweifel daran lässt, dass der Verlust einen herben Schlag für die Angehörigen der Verstorbenen darstellt, die oft durch solche Taten stark betroffen sind. Die Behörden rufen Zeugen auf, Hinweise unter der Telefonnummer (0661) 1050 oder über die Onlinewache zu melden, um diesen dreisten Vergehen Einhalt zu gebieten. Fuldaer Zeitung berichtet über die furchtbaren Vorfälle.

Diese Diebstähle sind nicht die ersten ihrer Art in der Region. Bereits im Sommer kam es zu einem ähnlichen Vorfall, als ein Grabkreuz aus Bronze auf dem Friedhof in Neuhof-Rommerz entwendet wurde. Insgesamt wurden in der letzten Zeit im Landkreis Fulda mindestens sechs Fälle von Grabräubereien gemeldet, wobei der Großteil der Diebstähle Produkte aus Metall, wie Kupfer und Bronze, betroffen sind. Angehörige der Opfer sind am Boden zerstört, da solche Taten nicht nur den materiellen Verlust, sondern auch eine Störung der Totenruhe darstellen. Osthessen News hebt die Tragik solcher Vorfälle hervor und zeigt, wie sehr diese Art von Kriminalität das Gedenken an Verstorbene beeinträchtigt.

Ein bundesweites Problem

Die aktuelle Welle der Diebstähle ist Teil eines viel größeren Problems, das nicht auf die Region Fulda beschränkt ist. In Nordrhein-Westfalen hat die Polizei mehr als hundert Metall-Diebstähle auf Friedhöfen in mehreren Landkreisen aufgeklärt. Hierbei wurde ein 43-jähriger Mann festgenommen, der gezielt Grabschmuck und andere Metallgegenstände gestohlen hatte, um diese zu verkaufen. Die Taten des Mannes waren motiviert durch seine Drogensucht. Nach seiner Festnahme wurde er in Untersuchungshaft in Köln genommen. Zeit Online berichtete über die Umstände seiner Verhaftung und die Identifizierung des Täters durch Angehörige, die den gestohlenen Schmuck ihrer Verstorbenen wiedererkannten.

Die Masche des Diebes und die Auswirkungen seines Handelns auf die betroffenen Familien sind erschreckend. Mehrere Angehörige berichten von einem schleichenden Verlust des Gedenkens an ihre Liebsten, der durch solche kriminellen Handlungen verstärkt wird. Die Polizei hat erkannt, dass präventive Maßnahmen notwendig sind, um diese Art des Verbrechens zu bekämpfen und den Friedhofsbesuchern ein Stück ihrer Würde und des Gedenkens wiederzugeben.

Es bleibt zu hoffen, dass die Taten zügig aufgeklärt werden und ein Gefühl der Sicherheit zurückkehrt, damit die Angehörigen ihrer Verstorbenen in Frieden gedenken können. Die Berichterstattung über diese Problematik könnte dabei helfen, das Bewusstsein in der Bevölkerung zu schärfen und möglicherweise zukünftige Diebstähle zu verhindern.