Im Marmorsaal des Stadtschlosses in Fulda hat die Stadt 79 Neu-Eingebürgerte aus 26 Ländern feierlich empfangen. Der Einbürgerungsempfang, der am 6. Februar 2026 stattfand, ist seit 1999 eine feste Größe in der Domstadt und verdeutlicht das bunte Mosaik an Nationalitäten, das Fulda prägt. Von Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann und Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld wurden feierlich die Einbürgerungsurkunden überreicht. Osthessen-News berichtete von dem hohen symbolischen Wert dieser Zeremonie für die Neubürger.

Die größte Gruppe unter den Neu-Germanen stammt mit 30 Personen aus Syrien. Auch aus der Türkei und Somalia haben jeweils fünf Personen den Schritt zur Einbürgerung gewagt. In ihrer Ansprache bezeichnete Hartmann den Tag als „besonderen Moment“ und hob die Rechte und Pflichten hervor, die mit der deutschen Staatsbürgerschaft einhergehen. Sie betonte, dass die Staatsangehörigkeit nicht nur ein Recht, sondern auch eine Verantwortung für die Gesellschaft darstellt. Fuldaer Zeitung erwähnt, dass der Empfang von einer feierlichen musikalischen Darbietung des Musikschülers Onrie-Ilay Bajrovic umrahmt wurde.

Erfahrungen und Herausforderungen

Ein bewegender Teil der Feier war der Beitrag von Anda Vasters, einer Kinderärztin, die in Südafrika geboren wurde. Sie erzählte von ihrer persönlichen Lebensgeschichte, von ihrer Arbeit in einem Krankenhaus in Soweto bis zu ihrer Ankunft in Deutschland. Vasters teilte ihre Herausforderungen und die hilfreiche Unterstützung, die sie in Deutschland erhalten hat. Zudem erinnerte sie an Nelson Mandela und betonte, dass Freiheit auch Verantwortung beinhaltet, die Freiheit anderer zu respektieren.

Oberbürgermeister Wingenfeld stellte die internationalen Einflüsse in Fulda heraus und würdigte die bemerkenswerten Leistungen der Neubürger auf ihrem Weg zur Staatsbürgerschaft. Unter den neuen deutschen Staatsbürgern ist die Vielfalt nicht nur sichtbar, sondern auch spürbar, und trägt zur besonderen Atmosphäre der Stadt bei. Diese Einbürgerung ist nicht nur eine Entscheidung, sondern ein gemeinsames Versprechen für ein neues, integratives Kapitel in der Geschichte Fulda. Bundesregierung ergänzt, dass gesetzliche Neuerungen in Bezug auf die Einbürgerung im letzten Jahr eingeführt wurden, die nun auch die Anforderungen an die Mindestaufenthaltszeit anheben.

Ab sofort beträgt die Mindestaufenthaltszeit für eine Einbürgerung fünf Jahre, was deutlich macht, dass eine dauerhafte Bindung an Deutschland sowohl in sprachlicher als auch in sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht notwendig ist. Diese Änderungen sollen eine nachhaltige Integration fördern und die Wichtigkeit der staatlichen Zugehörigkeit unterstreichen. Den neuen Staatsbürgern in Fulda ist somit nicht nur ein Schritt in die neuen Rechte und Pflichten des Lebens in Deutschland gelungen, sondern auch ein Zeichen der Hoffnung und Vielfalt, das in der Stadt gelebt wird.