Die Ankündigung des neuen Nahverkehrsplans sorgt für ordentlich Wirbel in Köln. Beinahe unsichtbar schlich sich eine entscheidende Änderung in die Buslinienführung ein, die besonders die Bewohner der Nordstadt betrifft. Am Runden Tisch im Flussstraßenviertel äußerten die Anwohner unverblümt ihre Kritik am geplanten Umbau. So stellte Patrick Jakob vom Büro für Nahverkehr und Mobilitätsmanagement den neuen Plan vor, der ab dem 14. Dezember in Kraft tritt. Laut giessener-allgemeine.de wird die Buslinie 12 in die neue Linie 14 umbenannt. Doch dies ist nur die Spitze des Eisbergs.

Die neue Linie 14 wird künftig vom Sandfeld nicht mehr ins Gewerbegebiet West fahren, sondern zum Dialysezentrum in der Südstadt. Dies hat zur Folge, dass all jene Fahrgäste, die ins Gewerbegebiet West möchten, am Behördenzentrum aussteigen müssen, um am Berliner Platz in die neue Linie 12 umzusteigen. Ein Umstand, der vor allem für ältere Menschen, die oft auf Rollatoren angewiesen sind und kein Auto besitzen, zu einer wahren Herausforderung wird.

Praktische Schwierigkeiten für die Anwohner

Die Anwohner sind vor allem entsetzt über die zusätzliche Hürde, die das Umsteigen für sie mit sich bringt. Besonders beim Einkauf bei Kaufland sind diese Umstiege für viele Bewohner eine große Belastung. Die Bewohner machen deutlich, dass die Preise bei Kaufland unschlagbar sind und der neue Umstieg eine echte Qual darstellt. Jakob hingegen weist darauf hin, dass es im Viertel auch andere Einkaufsmöglichkeiten wie Rewe, Herkules und Lidl gibt. Doch dieser Hinweis stieß auf wenig Verständnis.

Beim Runden Tisch verwiesen die Bewohner darauf, dass die Nachfrage eher von Wohngebieten zu Gewerbegebieten besteht und nicht zwischen den Gewerbegebieten. In diesem Punkt räumt Jakob ein, dass der Bedarf in der Nordstadt nicht ausreichend berücksichtigt wurde. Die Sorgen und Nöte der Anwohner scheinen in diesen Überlegungen kaum Beachtung gefunden zu haben.

Fazit: Ein Plan mit Licht und Schatten

Der neue Nahverkehrsplan bringt fraglos einige positive Aspekte mit sich, wie die Verbesserung der Taktung der Busse. Doch ist es bedauerlich, dass solche Veränderungen nicht immer im Einklang mit den Bedürfnissen der Menschen stehen. Gerade ältere und hilfsbedürftige Personen müssen nun mit zusätzlichen Anforderungen hantieren, die ihren Alltag erheblich erschweren könnten. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen die Anregungen der Bewohner ernst nehmen und Lösungen finden, die für alle zufriedenstellend sind. Bis dahin heißt es für viele Anwohner: Umsteigen!