Gießen schafft Ökopunkte: Natur und Bauprojekte im Einklang!
Der Landkreis Gießen startet ein Ökopunkte-Projekt zur Renaturierung, um Naturausgleich bei Bauvorhaben zu sichern.

Gießen schafft Ökopunkte: Natur und Bauprojekte im Einklang!
In der Region Gießen tut sich einiges im Bereich Naturschutz und Bauprojekte. Der Landkreis hat sich auf einen spannenden Weg begeben, um den Einklang zwischen neuen Bauvorhaben und der Natur zu gewährleisten. Wie lkgi.de berichtet, sind die Pläne für neue Bauprojekte im Landkreis Gießen konkret, doch solche Vorhaben bringen immer einen gewissen Handlungsbedarf im Bereich des Naturschutzes mit sich.
Die Lösung, die der Landkreis gefunden hat, sind Ökopunkte. Diese wertvollen „Werteinheiten“ werden durch Renaturierungsmaßnahmen angespart und helfen, die Eingriffe in die Natur auszugleichen. Im Rahmen des Projektes wird eine Fläche von 16 Hektar in der Horloffaue zwischen Trais-Horloff und Utphe renaturiert, die bereits landkreiseigen ist. Dort wird extensiv Rinder gehalten, die nicht nur die Vegetation im Zaum halten, sondern auch als echte „Artenförderer“ fungieren.
Ökologischer Mehrwert durch Renaturierung
Diese Art der Bewirtschaftung ist gut durchdacht und unterstützt insbesondere Vogel- und Amphibienarten. Die Rinder schaffen durch ihre Weidehaltung offene Bodenstellen, die für verschiedene Wildtiere attraktiv sind. Zudem wird die Anzahl der Tiere entsprechend den Bodenverhältnissen und den Brutzeiten der Vögel angepasst. Wie der erste Kreisbeigeordnete Christopher Lipp erläutert, bringt das Projekt nicht nur ökologische Vorteile mit sich, sondern hat auch einen finanziellen Benefit für den Landkreis.
In den nächsten Jahren werden rund 1,9 Millionen Ökopunkte erwartet, die entweder zur Kompensation eigener Bauvorhaben genutzt oder an Dritte verkauft werden können. Ein Monitoring stellt zudem sicher, dass die Prognosen zur Entwicklung der Ökokontofläche realistisch sind. Es besteht sogar die Möglichkeit, Punkte anteilig schon vor Ablauf der zehnjährigen Frist zu entnehmen, sofern ökologische Verbesserungen nachgewiesen werden können.
Ein Signal für die Zukunft
Das Projekt in der Horloffaue ist nicht nur das erste seiner Art im Landkreis, sondern auch von außergewöhnlicher Größe. Naturschutzdezernent Christian Zuckermann hebt hervor, dass dieses Vorhaben ein wichtiges Signal für den Einklang zwischen Naturschutz und Infrastruktur setzt. Die Erklärung der Kreisbeigeordneten war klar: Hier wird ein gutes Händchen bei der Gestaltung der Zukunft bewiesen.
Während die Anwohner und Naturliebhaber auf positive Entwicklungen hoffen, bleibt abzuwarten, wie sich die Maßnahmen in der Praxis auswirken. Der erste Schritt in die richtige Richtung ist jedoch bereits gemacht. Die Region Gießen zeigt, dass man auch im Bauwesen verantwortungsbewusst und ökologisch handeln kann – ein Vorbild für andere Landkreise.
Ob die neuen Projekte tatsächlich die versprochenen Ökopunkte generieren können, wird sich zeigen. Doch eines ist sicher: Der Landkreis ist auf einem vielversprechenden Kurs, der sowohl der Natur als auch den Menschen in der Region zugutekommt. Für Fragen rund um den Naturschutz in Gießen stehen die Verantwortlichen jederzeit bereit.