Am 13. November 2025 findet in Gießen eine wichtige Veranstaltung zum Thema „Gesunde Gefäße – gesundes Herz“ statt, die alle Interessierten anspricht. Kardiologen und Herzchirurgen werden über Präventionsmaßnahmen und moderne Therapien bei der koronaren Herzkrankheit (KHK) informieren. Diese Erkrankung, die zahlreiche Menschen betrifft, zeigt sich oft durch Symptome wie Atemnot, Brustenge oder Brustschmerzen, insbesondere bei körperlicher Anstrengung. KHK ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die durch Ablagerungen, sogenannte Plaques, in den Herzkranzgefäßen charakterisiert ist und die zu deren Verengung führen kann. Diese Plaques setzen sich aus Fett, Cholesterin und entzündlichen Zellbestandteilen zusammen.
Die KHK ist die häufigste Herzerkrankung in Deutschland und hat traurigerweise jährliche Krankenhausaufnahmen von etwa 540.000 zur Folge. Mit rund 120.000 Todesfällen pro Jahr ist sie die führende Todesursache im Land, wobei etwa 44.000 dieser Sterbefälle auf Herzinfarkte zurückzuführen sind. Die Veranstaltung in Gießen, die von der Deutschen Herzstiftung, dem Universitätsklinikum Gießen und dem Evangelischen Krankenhaus organisiert wird, beginnt um 17 Uhr und endet voraussichtlich um 19 Uhr im Hörsaal Neue Chirurgie, Rudolf-Buchheim-Straße 7.
Wissenschaft trifft Alltag
Während der Veranstaltung werden Fachleute der Kardiologie und Herzchirurgie verschiedene Themen zur KHK beleuchten. Dazu gehören die Diagnose der KHK, Präventionsstrategien, akute und langfristige Behandlungsmethoden sowie operative Eingriffe wie Bypass-Operationen. Besonders bemerkenswert ist, dass auch geschlechtersensible Aspekte behandelt werden, die Unterschiede zwischen Männern und Frauen beleuchten. Die Deutsche Herzstiftung nutzt die Herzwochen, um breite Informationen über Ursachen, Risikofaktoren und Präventionsmaßnahmen anzubieten.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen laut dem Robert Koch-Institut (RKI) die führende Todesursache in Deutschland dar und sind für etwa 40 Prozent aller Sterbefälle verantwortlich. Neben KHK sind auch Herzinfarkte und Schlaganfälle von hoher Public Health Relevanz. Risikofaktoren, die zu diesen Erkrankungen beitragen, sind unter anderem Hypertonie, Diabetes, ungesunde Ernährung und körperliche Inaktivität. Doch das Gute ist: Viele dieser Faktoren sind beeinflussbar. Ein gesundheitsbewusstes Verhalten und gezielte medikamentöse Therapien können helfen, das Risiko zu senken.
Handeln statt warten
Die bevorstehende Veranstaltung bietet die ideale Gelegenheit, mehr über die Präventionsmöglichkeiten zu lernen und sich aktiv mit der Thematik auseinanderzusetzen. Es wird Raum für Fragen und Diskussionen geben, sodass Interessierte sich umfassend informieren können. Die Teilnahme könnte eine wichtige Schritt in Richtung gesünderer Herzen und Gefäße für alle sein.
Wer mittlerweile darüber nachdenkt, seine eigenen Risikofaktoren in den Griff zu bekommen, sollte wissen, dass es nie zu spät ist, etwas für die Gesundheit zu tun. Nutzen Sie die Chance, nicht nur sich selbst, sondern auch Ihren Liebsten ein gesundes und langes Leben zu ermöglichen. Für mehr Informationen können Sie die Berichte auf Giessener Anzeiger, RKI und Autodesk nachlesen.