Heute, am 29. November 2025, brodelt es gewaltig in Gießen. In dieser hessischen Stadt haben massive Proteste gegen die Gründung der neuen AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ (GD) die Straßen zum Beben gebracht. Laut Informationen von Hessenschau stehen den Einsatzkräften große Herausforderungen bevor. Die Polizei beschreibt die Lage als „aktive Lage mit vielen verschiedenen Schauplätzen“ und ist mit 6.000 Beamten, auch aus anderen Bundesländern, im Einsatz.

Das Aktionsbündnis „Widersetzen“ hat Berichten zufolge Blockaden an gleich elf Orten in Gießen organisiert. Rund 30 Demos sind angemeldet, und die Teilnehmerzahl könnte die 50.000-Marke überschreiten. Die Polizei berichtet von gewalttätigen Übergriffen, darunter Polizisten, die mit Steinen beworfen wurden. Hierbei sind mehrere Straßen und Autobahnen stark beeinträchtigt.

Blockaden und Auseinandersetzungen

Die Situation spitzt sich weiter zu: Aktive Gruppen haben einen Bus angekettet, der einen Verkehrskreisel blockiert. Auch einige Protestierende haben sich in schwindelnde Höhen über der Bundesstraße 429 abgeseilt. Bilder von den Blockaden machen schnell die Runde in den sozialen Medien und zeigen eindrucksvoll, wie entschlossen die Demonstrierenden gegen die AfD-Jugend vorgehen. Dies bringt auch Gefahren mit sich, nicht zuletzt für die eingesetzten Polizisten, von denen heute ein Beamter leicht verletzt wurde, als eine Absperrung durchbrochen wurde.

Protestierende skandieren Slogans wie „Alle zusammen. Gegen den Faschismus“ und „Stoppt die Brandstifter“. Das Bündnis plant gezielte Blockaden von Zufahrtswegen zur Gründungsversammlung der AfD-Jugend. Der Innenminister von Hessen bezeichnet die Situation als „herausfordernde Großlage“, und die Polizei steht bereit, auch Wasserwerfer einzusetzen, um die Demonstrationen unter Kontrolle zu bringen.

Ein bundesweiter Protest

Was in Gießen geschieht, ist Teil eines größeren Bildes. In den letzten Tagen haben in vielen deutschen Städten Hunderttausende gegen Rechtsextremismus und für Toleranz demonstriert. So berichten Tagesschau und andere, dass beispielsweise in Verona 80.000 Menschen auf den Beinen waren. Auch in Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen gab es große Versammlungen, um ein Zeichen gegen rechtsextremistische Strömungen zu setzen. In Köln schätzen Veranstalter gar 70.000 Teilnehmer.

Die Proteste, die sich nun in Gießen manifestieren, sind keine isolierte Angelegenheit, sondern spiegeln eine bundesweite Solidarität wider. Die Passant:innen, die teils aus verschiedenen Richtungen zu den Blockaden strömen, zeigen, dass viele ein klares Zeichen gegen die AfD setzen wollen. Der Schnelleinsatz der Polizei und die hohe Anzahl an Beamten verdeutlichen die Ernsthaftigkeit der Lage und die Notwendigkeit, diese Proteste zu begleiten. Hier wird Geschichte geschrieben, ob in Gießen oder anderswo, denn der Widerstand gegen das, was viele als Bedrohung betrachten, ist stärker denn je.

In den kommenden Stunden bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickeln wird und ob die Polizei in der Lage sein wird, die Kontrolle zu behalten. Eines ist jedoch gewiss: Gießen steht im Fokus und der Protest wird gehört.