Neue Buslinienführung in Gießen: Schnellere Verbindungen und mehr Service!
Am 1. Januar 2026 führt Gießen eine neue Buslinienführung ein, die Fahrzeiten verkürzt und die Erreichbarkeit verbessert.

Neue Buslinienführung in Gießen: Schnellere Verbindungen und mehr Service!
Die Verkehrsanwender in Gießen dürfen sich auf eine frische Buslinienführung freuen, die ab heute, dem 1. Januar 2026, in Kraft tritt. Die flinken Busse versprechen nicht nur kürzere Fahrzeiten, sondern auch eine verbesserte Anbindung für zahlreiche Stadtteile. Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) zeigt sich erfreut über die Änderungen, insbesondere über die erneuerte Anbindung des Südviertels, dem Schiffenberger Weg und der Ludwigstraße, die einigen Fahrgästen jetzt eine spürbare Erleichterung bieten werden. So berichtet Giessener-Allgemeine, dass die neuen, direkteren Linienführungen die Reise in die Stadtmitte deutlich beschleunigen.
Die Änderungen im Busverkehr betreffen vor allem die Linien 3, 13 und 14. Durch die Optimierungen kommen die Busse nicht mehr in die Lage, auf die Eisenbahnschranken der Vogelsbergbahn und der Lahn-Kinzig-Bahn zu warten, was die häufigen Verspätungen deutlich reduzieren sollte. Ein weiteres Plus: Die Verbesserung der Bedienungshäufigkeit, besonders im Südviertel, sorgt dafür, dass die Leute nun auch tagsüber einfacher und häufiger ihre Ziele erreichen können.
Neuigkeiten aus dem Busverkehr
Eine ganz besondere Neuerung ist die Anbindung des Dialysezentrums sowie der Schlangenzahl am Samstag nach 14 Uhr und sonntags, was für zahlreiche Anwohner eine angenehme Entwicklung darstellt. Auch die Haltestelle am Alten Friedhof in der Licher Straße hat einen neuen Namen erhalten: Künftig wird sie nur mehr „Alter Friedhof“ genannt. Die Haltestelle Friedhof wird umbenannt in „Neuer Friedhof“.
Trotz aller positiven Entwicklungen gibt es auch kritische Stimmen. Der VCD betont, dass mit dem Fahrplanwechsel keine neuen Haltestellen eingerichtet werden, die im Nahverkehrsplan vorgesehen sind. Besonders vermisst wird die Haltestelle Am Brennofen sowie die Haltestelle Wetzsteinstraße, die der VCD gerne bereits heute gesehen hätte.
Hintergrundinformationen und Planungen
Die aktuelle Buslinienführung ist Teil eines größeren Umstrukturierungsprojekts, das bereits am 14. Dezember 2025 mit dem Fahrplanwechsel im Landkreis Gießen eingeläutet wurde und auf kleinere zeitliche Anpassungen abzielt. In der Zukunft werden neue Verkehrsverträge mit erfahrenen, regional verankerten Unternehmen den Busbetrieb in Oberhessen beeinflussen, wie auch die Webseite der RMV berichtet. Das Ziel ist eine Verbesserung der Verkehrsleistungen durch eine Vielzahl an zusätzlichen Fahrten und neu strukturierten Verkehrsangeboten.
In der aktuellen Situation, in der öffentliche Verkehrsmittel durch die Corona-Pandemie großen Herausforderungen gegenüberstehen, wird innovative Technologie verstärkt herangezogen. Das Projekt „ÖPNV-Flexi“, das am Fraunhofer Institut durchgeführt wird, hat zum Ziel, mit datenbasierter Verkehrsplanung und künstlicher Intelligenz eine kontaktlose Mobilität zu gewährleisten. Informationen aus Fraunhofer IML zeigen, dass durch die Analyse von Buslinien Daten über das Fahrgastaufkommen gesammelt werden, um so die Kapazitäten in Spitzenzeiten besser zu steuern und die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs pandemiegerecht zu gestalten.
Die neuen Änderungen sind also nicht nur ein einfacher Fahrplanwechsel, sondern verbinden sich mit technologischen Fortschritten und einem klaren Fokus auf verbesserte Erreichbarkeit für alle Bürger und Bürgerinnen in Gießen.