In Gießen wird Grund zur Freude großgeschrieben: Die Schüler der Liebigschule können ihre nagelneue Sporthalle ab sofort nutzen – ein halbes Jahr früher als geplant! Diese Halle ist eine echte Rarität, denn sie gehört zu den wenigen Indoor-Hochsprunganlagen in Hessen. Am Montagnachmittag übergab der Geschäftsführer der Firma Liokon, Martin Bender, die beeindruckenden Räumlichkeiten offiziell.
Im ersten Obergeschoss können die Schüler nun Handball und Tischtennis spielen, während es im Untergeschoss richtig sportlich zugeht: Hier warten Weitsprung, Hürdenlauf, Speerwurf und Stabhochsprung auf die talentierten Athleten. Schulleiter Dirk Hölscher nahm die Übergabe mit Freude zur Kenntnis und drückte seine Dankbarkeit für die Fertigstellung der Halle aus. Doch wie sieht es mit Wettkämpfen aus? Leider gibt es keine Tribünenplätze für die Gießener Sportvereine.
Ein großer Schritt für die Schule
Die neue Sporthalle wurde für stolze 18 Millionen Euro erbaut und hat eine Bruttogrundfläche von knapp 4.000 Quadratmetern, von denen 2.600 Quadratmeter für den Sportbetrieb reserviert sind. Ursprünglich sollte die Halle erst im August 2026 fertiggestellt werden, doch die Bauzeit von rund eineinhalb Jahren hat sich als besonders effizient erwiesen. Die alte Doppelturnhalle musste bereits im März 2019 wegen statischer Probleme schließen. Während der Bauzeit fanden die Sportunterrichtsstunden der Schüler in Bussen oder im Freien statt – eine Herausforderung, die nun endlich der Vergangenheit angehört.
Das Besondere an der neuen Halle ist die Hybridbauweise: Während das Untergeschoss massiv errichtet wurde, kommt im Obergeschoss Holzbauweise zum Einsatz. Auf der dritten Ebene befindet sich eine Dreifeld-Ballsporthalle mit zehn höhenverstellbaren Basketballkörben und neun Badmintonfeldern. Sportbegeisterte werden in Zukunft die 50-Meter-Laufbahn, einen Fitnessraum mit Kletterwand sowie vielfältige Möglichkeiten für Gerätturnen und Sprungdisziplinen umfassend nutzen können.
Umfassende Neugestaltung der Außenbereiche
Doch nicht nur die Halle selbst wurde vom Architekten neu gestaltet. Auch die Außenanlagen der Liebigschule haben ein umfassendes Update erhalten. Die Schüler dürfen sich auf eine freigelegte Freilichtbühne und ein „Grünes Klassenzimmer“ freuen – ein echter Gewinn für das Schulumfeld.
Die Stadt wird für die Nutzung der Halle monatlich 107.000 Euro an den Investor zahlen, und nach knapp 30 Jahren geht das Bauwerk dann in den Besitz der Stadt über. Die offizielle Eröffnung ist für den 27. Februar 2026 geplant – dann, wenn auch der Außenbereich endgültig fertiggestellt ist.
Die Liebigschule in Gießen steht somit an einer neuen Schwelle, im wahrsten Sinne des Wortes – und das nicht nur architektonisch, sondern auch sportlich. Die neue Halle bringt nicht nur eine willkommene Abwechslung für den Sportunterricht, sondern auch frischen Wind für die sportliche Gemeinschaft der Stadt.