In Köln mehren sich die Warnungen vor raffinierten Betrugsmaschen an Geldautomaten, die insbesondere durch die Methoden des sogenannten *Lebanese Loop* und des *Skimming* gekennzeichnet sind. Immer mehr Nutzer:innen sollten auf der Hut sein, denn moderne Betrüger rüsten die Geldautomaten mit unsichtbaren Fallen aus, die leicht übersehen werden können. Wie Ruhr24 berichtet, ist es entscheidend, vor dem Abheben wachsam zu sein und den Automaten genau zu überprüfen.

Was steckt hinter diesen Betrugsmaschen? Ein *Lebanese Loop* blockiert den Kartenschlitz des Geldautomaten, sodass die Karte feststeckt. Die Betrüger nutzen diese Situation geschickt aus, indem sie vorgeben zu helfen, um gleichzeitig die PIN des Opfers auszuspähen. Solche Geräte sind einfach zu konstruieren und erfordern wenig technisches Geschick. Dabei bleibt das Konto des Opfers meist unberührt, da der Automat nicht belastet wird, was die Betrugsmasche noch hinterhältiger macht. Die Verwendung dieser Technik hat sich von libanesischen Tätern auf international agierende Gruppen ausgeweitet, wie Wikipedia erklärt.

Vorsichtsmaßnahmen und Schutz

Das Abheben von Geld kann schnell zum Problem werden, wenn man die richtigen Vorsichtsmaßnahmen nicht einhält. Zu den dringend nötigen Sicherheitsvorkehrungen gehört es, den Ausgabeschacht und den Kartenschlitz vor der Nutzung genau zu prüfen. Manipulierte Kartenlesegeräte können oft optisch kaum von den Originalen unterschieden werden, was das Risiko erhöht. Zudem gibt es verschiedene Methoden, um die PIN auszuspähen: von Minikameras über der Tastatur bis hin zu gefälschten Tastaturaufsätzen, wie polizei-beratung.de erläutert.

Ein weiteres Warnsignal ist das Fehlen eines Fehlerdisplays bei der Geldabhebung. Falls das abgehobene Geld nicht ausgegeben wird, könnte dies auf eine manipulierte Geldautomate hinweisen. In solchen Fällen rät die Polizei, den Ausgabeschacht leicht zu rütteln, um festzustellen, ob das Geld tatsächlich feststeckt oder ob Betrüger im Spiel sind. Bei einem verdächtigen Gerät sollte sofort die Polizei gerufen werden.

Was im Ernstfall zu tun ist

Falls man Opfer dieser Maschen wird, ist schnelles Handeln gefordert. Karten sollten direkt ins Portemonnaie gesteckt werden, um Missbrauch zu vermeiden. Bei Problemen ist es wichtig, keine fremden Ratschläge anzunehmen und sofort die Bank zu kontaktieren oder die Karte unter der Nummer 116 116 zu sperren. In der Regel werden die Banken den gestohlenen Betrag zurückerstatten, wenn keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt. Trotzdem: Das beste Mittel gegen diese Betrugsmaschen bleibt die Wachsamkeit der Nutzer:innen.

In Anbetracht der steigenden Betrugsfälle ist eine gesunde Skepsis beim Benutzen von Geldautomaten unerlässlich. Informieren Sie Ihre Mitmenschen über diese Gefahren und bleiben Sie wachsam – manchmal kann ein gutes Händchen nicht schaden!