Vor dem Hintergrund hochsommerlicher Temperaturen hat die Hitze auch Auswirkungen auf die Tierwelt in deutschen Zoos. Heute, am 3. Juli 2025, zeigen die Zooanlagen in Frankfurt und Kronberg eine beeindruckende Reaktion auf die steigenden Temperaturen. Die Verantwortlichen setzen alles daran, den Tieren eine willkommene Abkühlung zu verschaffen. So werden in den Zooanlagen Wasserbecken bereitgestellt, wo dies möglich ist, und auch die Anwendung von Wassernebeln hilft den Tieren, die heißen Tage zu überstehen. Alpakas werden regelmäßig mit einem Wasserschlauch besprüht, während die Brillenbären „Eisbomben“ zur Verfügung haben, die tiefgefrorenes Futter enthalten, um an heißen Tagen Abkühlung zu bieten. Im Opel-Zoo erfreuen sich Dromedare an erfrischenden Wasserduschen und zwei Polarfüchse können mit einer „Eisbombe“ spielen, die leckeres Futter in Form von Eiern und Fleischstücken enthält. Elefanten nutzen eine feuchte Lehmkuhle, um sich abzukühlen. Hessenschau berichtet.
Doch nicht nur in Hessen, auch in Berlin zeigt sich die Tierwelt kreativ im Umgang mit der Hitze. Hier werden bis zu 39 Grad Celsius erwartet, weshalb der Berliner Zoo und der Tierpark besondere Maßnahmen eingeführt haben. Zudem profitieren viele Tiere von Wasserabkühlungsmöglichkeiten wie Badebecken, Schlammsuhlen und sogar automatischen Duschen für Panzernashörner. Die aufmerksamen Tierpfleger setzen auch „Eisbomben“ ein, die tiefgefrorenes Futter enthalten und bereits am 30. Juni an Braunbären und Otter verteilt wurden. Die Königs- und Felsenpinguine haben es in ihrem kühlen Haus angenehm mit Wassertemperaturen zwischen 5 und 8 Grad. In diesem Zusammenhang warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor einer erheblichen Wärmebelastung in Berlin und Brandenburg. T-Online berichtet.
Hitzeleiden in anderen Zoos
Ähnliche problematische Situationen beobachten wir auch in der Schweiz, wo Rekordtemperaturen die Zoos und Tierparks vor neue Herausforderungen stellen. Temperaturen über 35 °C sind auch in höheren Regionen keine Seltenheit mehr. Hier müssen die Tierparks den Schutz vor Hitze und den Komfort für die Besucher gleichzeitig gewährleisten. Insbesondere Kaltklimatiere wie Schneeleoparden und Luchse benötigen daher besondere Maßnahmen. In Zürich, Goldingen, Basel, Bern und La Chaux-de-Fonds sind bereits Lösungen wie erweiterte Schattenbereiche, zusätzliche Wasserquellen und Feuchtigkeitsregulierende Böden implementiert worden. Zudem wird empfohlen, Zoo-Besuche in den kühlenden Morgenstunden zu planen, sodass man die Tiere in aktiverer Stimmung beobachten kann. Im Ticker berichtet.
Ein Besuch im Zoo kann auch bei hoher Hitze angenehm gestaltet werden, wenn Tierparks aktiv Gegensteuern und die Besucher achtsam planen. Zoos und Tierparks, die in den letzten Jahren in ein Wärmemanagement investiert haben, beispielsweise durch Teichbelüftung oder schattenspendende Bepflanzungen, stehen im Sommer besser da. Auf diese Weise bleibt der Aufenthalt für Mensch und Tier ein positives Erlebnis.