Heute ist der 25.02.2026 und der Kassel Airport steht im Mittelpunkt einer turbulenten Geschichte rund um die Fluggesellschaft Fischer Air. Ursprünglich war der Betriebsstart für Mai 2026 geplant, doch dieser wurde nun auf Oktober 2026 verschoben. Der Unternehmer Václav Fischer, der hinter der Fluggesellschaft steht, äußert sich besorgt über die ständigen Verzögerungen und behauptet, dass seine Vorbereitungsarbeiten von einer organisierten Gruppe, bestehend aus Ex-Politikern, Unternehmern, Anwälten und Journalisten, behindert werden.

Fischer ist nicht nur mit den internen Herausforderungen konfrontiert, sondern sieht sich auch mit einer Reihe von rechtlichen Auseinandersetzungen konfrontiert. So hat er Anzeige gegen Josef Síkela, einen ehemaligen tschechischen Minister, wegen Verleumdung erstattet. Zudem berichtet er von Falschinformationen über ihn und seine Unternehmen. Die Situation wird noch komplizierter, da zwei Boeing 737-800 im Wert von 80 Millionen US-Dollar im Rahmen eines Betrugs gestohlen worden seien. Trotz dieser Widrigkeiten plant Fischer Air Flüge zu den Kanarischen Inseln ab Kassel.

Verbraucherschutz und rechtliche Probleme

Die Verbraucherzentrale Hessen hat die Buchungsseite von Fischer Air als unseriös eingeschätzt. Dies ist nicht die einzige kritische Stimme; Fischer Air sorgt bereits für Aufregung, obwohl noch kein Flug durchgeführt wurde. Angekündigte und verkaufte Flüge wurden kurzfristig gestrichen, was zu einem Vertrauensverlust bei den Kunden geführt hat. Betroffene Kunden, deren Reisen nicht stattfanden, sollen ihr Geld zurückbekommen.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt gegen den Airline-Chef Václav Fischer (71) auf Grundlage von Anzeigen der Bundesagentur für Arbeit aus den Jahren 2021 und 2023. Fischer wird beschuldigt, unrechtmäßig Kurzarbeitergeld und Sozialversicherungsbeiträge erhalten zu haben, wobei die Vorwürfe auch Täuschung über Tatsachen im Zusammenhang mit Corona-Hilfen beinhalten. Interessanterweise sind beide Verfahren derzeit vorläufig eingestellt, da die Ermittler keine ladungsfähige Anschrift des Beschuldigten haben. Fischer selbst erklärt, dass er in Prag lebt und von den Vorwürfen nichts wisse. Er plant, Kontakt mit der Staatsanwaltschaft aufzunehmen.

Namensrechte und rechtliche Streitigkeiten

Ein weiterer rechtlicher Streitpunkt ist die Namensrechte an „Fischer Air“, die von Dertouristik, einer Tochterfirma eines großen Reiseunternehmens, erworben wurden. Dertour prüft rechtliche Schritte gegen Fischer Air, da diese sich nicht „Fischer Air“ nennen darf. Fischer bezeichnet den Namensrechts-Streit als „absoluten Unsinn“ und kündigte rechtliche Schritte an. Diese Entwicklungen werfen ein Schatten auf die Zukunft der Fluggesellschaft und deren Fähigkeit, Vertrauen bei den Kunden zu gewinnen.

Die Situation rund um Fischer Air ist komplex und wirft Fragen über die Integrität und die Geschäftspraktiken des Unternehmens auf. In Anbetracht der Vielzahl an rechtlichen Herausforderungen und der schlechten Reputation, die sich bereits gebildet hat, bleibt abzuwarten, ob Fischer Air tatsächlich im Oktober 2026 den Betrieb aufnehmen kann oder ob weitere Rückschläge zu erwarten sind. Die aktuellen Ereignisse sind ein Beispiel dafür, wie fragil der Luftverkehrsmarkt sein kann und wie wichtig Verbraucherschutz in solchen Fällen ist.

Für weitere Informationen über die Entwicklungen rund um Fischer Air besuchen Sie bitte die Quellen: hessenschau.de und schwaebische.de.