Heute ist der 21.02.2026 und die Bürger in Hessen müssen sich auf erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat erneut zu einem Streik aufgerufen, der die Städte Kassel, Frankfurt, Wiesbaden, Gießen und Marburg betrifft. Der Streik beginnt am Dienstagmorgen und endet in der Nacht zum Mittwoch. Infolge dieser Arbeitsniederlegung werden die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF), die Stadtwerke Gießen, die Marburger Verkehrsgesellschaft mbH (MVG), die Kasseler Verkehrsbetriebe (KVG) sowie die Wiesbadener ESWE Verkehr stark betroffen sein.

In Wiesbaden werden die meisten ESWE-Verkehr-Linien ausfallen, mit Ausnahme der Linien 5, 28, 39 und 46 sowie einiger Regionalbusse. Auch in Kassel und dem Umland müssen Fahrgäste mit erheblichen Einschränkungen rechnen, da die KVG-Linien 1 bis 29 nicht fahren werden. Die RegioTram Gesellschaft (RTG) ist ebenfalls betroffen, während alternative regionale Bus- und Zugverbindungen zur Verfügung stehen. Die Auswirkungen des Streiks in anderen Städten sind bisher noch unklar. Hintergrund des Streiks ist ein Streit über den Tarifvertrag Nahverkehr Hessen (TV-N), insbesondere hinsichtlich der geplanten Kürzungen bei tariflich vereinbarten Zulagen. Dies ist bereits der fünfte Streikaufruf in den laufenden Verhandlungen, die nach dem Streik am Mittwoch fortgesetzt werden sollen.

Hintergrund des Streiks

Die Warnstreiks sind eine Reaktion auf die Bestrebungen der Arbeitgeber, bei tariflich vereinbarten Zulagen zu sparen. Diese Kürzungen betreffen unter anderem eine langjährige tariflich gültige Aufstockung des Krankengelds. Die Arbeitgeberseite plant, die tariflich vereinbarte Zulage zur Mitarbeitergewinnung mit künftigen Tariferhöhungen zu verrechnen. Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel betont die Entschlossenheit der Gewerkschaft, keine tariflich erprobten Vereinbarungen aufzugeben. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 25. Februar 2026 angesetzt, wobei der Schwerpunkt auf der Eingruppierung von Tätigkeiten liegen wird.

Die Streikmaßnahmen sollen ganztägige Arbeitsniederlegungen umfassen, die mit der Frühschicht beginnen und mit der letzten Schicht enden, auch wenn diese bis zum Folgetag dauert. Pendler in Frankfurt am Main, Wiesbaden, Marburg, Kassel und Gießen müssen sich auf Fahrtausfälle und Verspätungen einstellen. Die KVG hat angekündigt, dass weder Busse noch Trams fahren werden, was die Mobilität der Bürger stark einschränkt.

Auswirkungen und Alternativen

Die aktuellen Streiks sind Teil eines größeren Problems im hessischen Nahverkehr, das bereits Anfang Februar mit einem Warnstreik begann. In den betroffenen Städten gab es in den letzten Tagen zudem Einzelaufrufe. Die Arbeitgeberseite hält den Streik für überzogen, während die Gewerkschaft weiterhin auf eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen drängt. Es bleibt abzuwarten, welche konkreten Auswirkungen die Streikmaßnahmen auf den ÖPNV haben werden und ob die Gespräche zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern zu einer Einigung führen.

Für Pendler und Reisende gibt es verschiedene regionale Bus- und Zugverbindungen, die unabhängig vom Warnstreik verkehren. Diese Alternativen können helfen, die Mobilität während der Streikphase aufrechtzuerhalten.

Für weitere Informationen zu diesem Thema können Sie den vollständigen Artikel auf der Webseite von Tagesschau und n-tv lesen. Diese Streiks werfen ein Licht auf die Herausforderungen im hessischen Nahverkehr und die Notwendigkeit, faire Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu schaffen.