Heute ist der 21.02.2026 und der Krieg Russlands gegen die Ukraine, der am 24. Februar 2022 begann, dauert weiterhin an. In Hessen finden nach wie vor wöchentliche Mahnwachen statt, die ein Zeichen des Friedens setzen und die Solidarität mit den vom Krieg betroffenen Menschen zum Ausdruck bringen. Diese Versammlungen sind nicht nur eine Möglichkeit, um zu gedenken, sondern auch um aktiv für Frieden und Völkerrecht einzutreten.
In Freigericht, wo Achim Kreis als Mitinitiator einer Mahnwache fungiert, kommen jeden Dienstag zwischen 20 und 40 Teilnehmer zusammen. Am 24. Februar 2024 ist bereits das 209. Treffen geplant. Auch in Erzhausen wird eine jährliche Mahnwache mit rund 70 Teilnehmern organisiert, die vom engagierten Markus Boulanger geleitet wird. Diese Mahnwachen sind mehr als nur einfache Zusammenkünfte; sie sind ein Ausdruck des sozialen Engagements und des kollektiven Gedächtnisses an die Schrecken des Krieges.
Friedensinitiativen in Hessen
Ein Friedensbündnis in Kassel hat seit Ende 2022 alle zwei Wochen Mahnwachen organisiert, die insgesamt über 100 Mal stattfanden – meist mit 10 bis 20 Teilnehmern. Die Kundgebung in Kassel setzt sich für Diplomatie und die Achtung des Völkerrechts ein, während die Mahnwachen in Eltville, die am 21. Februar 2023 stattfanden, musikalisch von einem ukrainischen Chor begleitet wurden. Hier wird deutlich, wie wichtig die kulturelle Dimension in der Auseinandersetzung mit den Folgen des Krieges ist.
Achim Kreis hebt hervor, dass es unerlässlich ist, an die Menschen in der Ukraine zu erinnern und die demokratischen Werte sowie die Meinungsfreiheit zu schätzen. Die Erzhausener Mahnwache hat sich das Ziel gesetzt, an das Leid, das der Krieg verursacht hat, zu erinnern und sendet regelmäßig Bilder und Videos an die Partnerstadt Iwanytschi in der Ukraine. Diese direkte Verbindung ist ein wichtiger Teil der Unterstützung, die über die Mahnwachen hinausgeht.
Humanitäre Hilfe und Unterstützung
In Freigericht werden Spenden gesammelt, die teilweise in Generatoren für die Ukraine investiert werden. Zudem organisiert die Erzhausener Mahnwache jährlich zwei große Hilfsgütertransporte in die Ukraine. Diese Maßnahmen sind nicht nur eine kurzfristige Hilfe, sondern auch ein Zeichen der langfristigen Solidarität mit den Betroffenen. Während die Zivilbevölkerung in der Ukraine unter täglichen Drohnen- und Raketenangriffen leidet, bleibt die Unterstützung aus Deutschland unvermindert stark.
Deutschland leistet umfassende Hilfe für die Ukraine – politisch, finanziell, militärisch und humanitär. Bundeskanzler Friedrich Merz betonte im Januar 2026 die Notwendigkeit, die Ukraine in ihrem Freiheitskampf zu unterstützen. Der damalige Kanzler Olaf Scholz hatte bereits drei Tage nach Kriegsbeginn eine „Zeitenwende“ in der deutschen Außen- und Verteidigungspolitik angekündigt. Bis Mitte Februar 2026 hat Deutschland zivile Unterstützung in Höhe von 39 Milliarden Euro und militärische Hilfe von etwa 55 Milliarden Euro geleistet. Diese Hilfe umfasst unter anderem die Bereitstellung von Panzer, Flugabwehrsystemen und die Ausbildung von ukrainischen Soldaten.
Die Mahnwachen in Hessen sind somit nicht nur Orte des Gedenkens, sondern auch Teil einer breiteren Bewegung, die sich für Frieden, Demokratie und die Achtung des Völkerrechts einsetzt. Sie erinnern uns daran, dass der Kampf für die Freiheit und die Menschenrechte auch in der heutigen Zeit von größter Bedeutung ist. Die Unterstützung der Zivilbevölkerung in der Ukraine bleibt eine der zentralen Herausforderungen der gegenwärtigen Zeit, und die Menschen in Hessen zeigen, dass sie bereit sind, ihren Teil dazu beizutragen, auch wenn der Krieg weiterhin andauert.
Für weitere Informationen zu den Mahnwachen und dem fortdauernden Krieg in der Ukraine können Sie die Quellen hier und hier nachlesen. Auch die deutsche Hilfsinitiative finden Sie unter diesem Link.