Am 25. November wird in Maintal eine besondere Veranstaltung stattfinden, die sich gegen die Gewalt an Frauen stark macht. Im Rahmen der globalen Aktion „Orange your City“ wird der Frauenbeirat einen Film namens „Morgen bin ich tot“ präsentieren. Der Film, der um 18 Uhr im Rathaus gezeigt wird, beleuchtet das ernste Thema der Femizide und häuslichen Gewalt und folgt der Mutter und Schwester eines Mordopfers, um das Versagen der Hilfestrukturen aufzuzeigen. Bürgermeisterin Monika Böttcher wird zusammen mit dem Frauenbeirat zur Diskussion einladen und Einblicke in die Problematik geben. Zudem wird das Rathaus orange erleuchtet – eine symbolische Mahnwache gegen Gewalt an Frauen.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenlos und bietet eine wertvolle Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit einem Thema, das viele Menschen betrifft. Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Annika Frohböse hat dabei eine klare Botschaft: Betroffene sollten nicht zögern, die Polizei zu kontaktieren, wenn sie den Verdacht auf Gewalt haben. Ein wichtiger Ansprechpartner ist auch das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen, das rund um die Uhr unter der Nummer 116 016 erreichbar ist und bereits im Jahr 2023 über 86.700 Kontaktaufnahmen verzeichnete, wie [Statista] berichtet.
Vielfältige Initiativen im Aktionsmonat
Der Aktionsmonat gegen Gewalt an Frauen bietet eine Vielzahl an Veranstaltungen und Initiativen, um auf dieses dringliche Problem aufmerksam zu machen. Neben dem Film steht auch die Ausstellung „Kunst gegen Missbrauch“ auf dem Programm. Außerdem wird der Frauenbeirat in der Stadt orangefarbene Stühle mit der Hilfetelefonnummer verteilen, um das Bewusstsein zu schärfen.
Zudem gibt die Aktion „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte“ den Bäckereien die Möglichkeit, Informationen über regionale Hilfsangebote in Brötchentüten zu verteilen. Diese Ansätze sollen dazu beitragen, das Dunkelfeld der Gewalt zu beleuchten – denn viele Fälle bleiben unentdeckt. Laut [Statista] sind etwa 71% der Opfer von häuslicher Gewalt Frauen und es wird oft nur ein Teil der Taten polizeilich erfasst. Scham und Schuldgefühle führen häufig dazu, dass Betroffene schweigen.
In Deutschland wurden 2023 rund 181.000 Frauen Opfer von häuslicher Gewalt, in den meisten Fällen geht es dabei um körperliche und psychische Übergriffe. Die Statistiken zeigen, dass Gewalt gegen Frauen weit verbreitet ist und sie sind fast immer die Hauptbetroffenen bei Sexualdelikten. Umso wichtiger sind solche Aktionen, die Unterstützung bieten und einen Diskurs anregen.
Zusammengefasst zeigt die bevorstehende Veranstaltung in Maintal, wie lokal gegen ein globales Problem angegangen wird. Es wird Zeit, dass wir alle aktiv werden und Unsichtbares sichtbar machen – denn da liegt was an. Schenken wir den Stimmen der Betroffenen Gehör und setzen wir uns für eine Welt ein, in der Gewalt gegen Frauen endlich der Vergangenheit angehört.