Heute ist der 18.04.2026, und der Main-Kinzig-Kreis hat einen bedeutsamen Tag erlebt. Die Verbandsversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes fand in Nidderau-Ostheim statt, ein Ereignis, das nicht nur die Feuerwehrleute, sondern auch zahlreiche Ehrengäste anlockte. Unter den Delegierten waren je zwei Vertreter aus jeder Feuerwehr sowie Stadt- oder Gemeindebrandinspektoren, die zusammenkamen, um über wichtige Themen der Gefahrenabwehr zu diskutieren.

Ein ganz besonderer Moment war die Wahl des neuen Vorsitzenden. Thomas Walter aus Schöneck trat die Nachfolge von Werner Beier aus Erlensee an, der mit Standing Ovations verabschiedet wurde. Bad Soden-Salmünster war mit 17 Stimmen (2×8+1) stark vertreten, und die Kurstadt-Feuerwehren aus Ahl, Huttengrund und Salmünster trugen ebenfalls zur lebhaften Versammlung bei.

Einblicke in die Einsatzstatistik und Herausforderungen

Die Jahresberichte 2025, die von Werner Beier, Markus Busanni, Frank Widmayr und Volker Achtert vorgetragen wurden, verdeutlichten die Herausforderungen, mit denen die Feuerwehren konfrontiert sind. Im Jahr 2025 gab es im Main-Kinzig-Kreis insgesamt 3.496 Einsätze, darunter 746 Brände und 2.054 Hilfeleistungen. Diese Zahlen sind ein eindringlicher Hinweis auf die Notwendigkeit einer gut organisierten und ausgebildeten Feuerwehr. Mit 4.038 Einsatzkräften in 128 Freiwilligen Feuerwehren, von denen der Frauenanteil bei 16,81 % liegt, ist die Feuerwehr gut aufgestellt, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.

Die Versammlung brachte auch die Wahlen des Vorstands mit sich. Neben Thomas Walter als neuem Vorsitzenden wurden Ralf Seipel (Stv. Vorsitzender), Bernd Schauberger (Stv. Vorsitzender), Volker Achtert (Geschäftsführer) und Svenja Moritz (Stv. Geschäftsführerin, neu) gewählt. Besonders hervorzuheben ist die erstmalige Wahl von Lara Schröder, die zukünftig die Öffentlichkeitsarbeit betreuen wird.

Kollaboration in der Gefahrenabwehr

Die Zusammenarbeit in der Gefahrenabwehr bleibt auch nach der Auskreisung der Stadt Hanau am 1.1.2026 bestehen. Dies ist besonders wichtig, da Katastrophenschutz nicht nur die Feuerwehr betrifft. Er umfasst Einsätze bei Naturkatastrophen, Gefahrstoffen, Verkehrskatastrophen sowie Industrie- oder Reaktorkatastrophen. Auch bei Trinkwasser- und Lebensmittelvergiftungen sowie ansteckenden Krankheiten sind die Einsatzkräfte gefordert. Der Main-Kinzig-Kreis hat dafür ein Bürgertelefon für Notfälle eingerichtet, und im Spannungsfall können Aufenthaltshinweise für die Bevölkerung erlassen werden.

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Die Tragenden Elemente des Katastrophenschutzes im Main-Kinzig-Kreis sind öffentliche und private Hilforganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz und die Johanniter-Unfall-Hilfe. Diese Organisationen arbeiten Hand in Hand, um im Ernstfall schnell und effizient reagieren zu können.

Ein Blick in die Zukunft

Die umfangreiche Satzungsänderung, die während der Versammlung beschlossen wurde, zeigt, dass der Kreisfeuerwehrverband bereit ist, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Die Ausbildung von Einsatzkräften wird weiterhin gefördert, und mit 1.377 Einsatzkräften, die an Ausbildungsmaßnahmen auf Kreisebene teilgenommen haben, wird die Bereitschaft stetig erhöht. Zudem gibt es 107 Jugendfeuerwehren mit 1.483 Mitgliedern, die den Nachwuchs sichern, und 71 Kinderfeuerwehren mit 1.008 Mitgliedern, was ein positives Zeichen für die Zukunft der Feuerwehr darstellt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verbandsversammlung nicht nur ein Rückblick auf das vergangene Jahr war, sondern auch einen Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen und Chancen im Bereich der Gefahrenabwehr bot. Der Main-Kinzig-Kreis kann stolz auf seine engagierten Feuerwehrleute und die zahlreichen Unterstützer aus der Bevölkerung sein.