Reform im hessischen Amateurfußball: Komplexe Diskussionen entbrannten!

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Diskussionen zur Strukturreform im hessischen Amateurfußball: Veränderungen der Spielklassen, Meinungen und geplante Umsetzung bis 2028.

Diskussionen zur Strukturreform im hessischen Amateurfußball: Veränderungen der Spielklassen, Meinungen und geplante Umsetzung bis 2028.
Diskussionen zur Strukturreform im hessischen Amateurfußball: Veränderungen der Spielklassen, Meinungen und geplante Umsetzung bis 2028.

Reform im hessischen Amateurfußball: Komplexe Diskussionen entbrannten!

Im Hessischen Amateurfußball stehen längst überfällige Strukturreformen auf der Agenda. Bei einer aktuellen Umfrage in den Vereinen hat sich herauskristallisiert, dass die Mehrheit für lediglich ein Spiel pro Woche plädiert und sich eher gegen die klassischen „englischen Wochen“ auszusprechen scheint. Dies sind die ersten Ansätze eines größeren Plans, den der FNP umfassend beleuchtet hat.

Der Hessische Fußball-Verband (HFV) denkt laut einem Bericht von Torgranate seit zwei Jahrzehnten über die Reform der Spielklassenstruktur nach. Mitarbeitender Motor dieser Initiativen ist Matthias Schmelz, der neue Verbandsfußballwart, der entschlossen am Fahrplan mitarbeitet. Ein zentraler Vorschlag sieht ein pyramidenartiges Ligensystem vor, das sich von einer Hessenliga bis hinunter zu acht Gruppenligen erstreckt. In den oberen drei Ebenen sind zwei feste Absteiger sowie ein Relegationsteilnehmer eingeplant, während die Meister der jeweiligen Ligen direkt aufsteigen.

Ein Blick auf die Zahlen

Ein genauerer Blick auf die Zahlen zeigt, dass sich seit der Saison 2009/10 durchschnittlich fast 20% der Teams aus dem Spielbetrieb zurückgezogen haben. In Nordhessen sind es sogar bis zu 27%. Diese alarmierenden Rückgangszahlen haben die Verantwortlichen zum Handeln gezwungen. Karl-Heinz Reichert, der Fußballwart des Main-Taunus-Kreises, betont jedoch, dass die Statistiken zur Region Wiesbaden nicht dieselbe Relevanz besitzen und hofft auf Kompromisse zwischen den verschiedenen Interessengruppen.

Das neue Modell sieht auch vor, dass die Einteilung der Mannschaften künftig unabhängig von regionalen oder kreislichen Grenzen nach einem Entfernungs- und Zeitmodell erfolgen soll. Dies könnte helfen, die Attraktivität des Spiels und die Teilnahme aus den verschiedenen Regionen zu steigern.

Nächste Schritte

Die Wegmarken für die Reform sind klar gesetzt. Eine Umsetzung könnte bereits zur Saison 2027/28 greifen, wie die Diskussionen im Verbandsfußballausschuss zeigen. Aber auch eine Fortführung durch weitere Gespräche im März und Juni 2026 ist eingeplant. Viele Vereinsvertreter sind skeptisch, ob ihr Modell auf eine 1-2-4-8-Pyramide oder das von der Region Wiesbaden favorisierte 1-2-6-Modell umsetzbar ist.

Im Rahmen dieser Diskussionen ist der Masterplan 2024 als langfristige Strategie zur Stärkung des Amateurfußballs ins Spiel gekommen. Dieser umfassende Maßnahmenkatalog, der auch von DFB initiiert wurde, zielt darauf ab, die Vereinsqualität und die Anzahl der Mannschaften im Spielbetrieb zu steigern. Die Entwicklung wünscht sich der DFB verstärkt in enger Zusammenarbeit mit den Vereinen, wobei aktuelle Daten und Umfragen eine zentrale Rolle spielen.

Die Arbeit an diesen Reformen wird nicht einfach werden, doch die Verantwortlichen in Hessen scheinen entschlossen, diese Anliegen ernsthaft voranzutreiben – in der Hoffnung, so den Amateurfußball in der Region wieder zu stärken.