In der kleinen Gemeinde Breidenbach wird’s spannend: Der Haushalt für 2026 wurde kürzlich einstimmig verabschiedet. Informationen von op-marburg.de zeigen, dass die Aufwendungen auf rund 19,71 Millionen Euro steigen – ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, wo die Ausgaben bei 19,49 Millionen lagen. Dem gegenüber stehen Erträge von 19,39 Millionen Euro, was zu einem Defizit führt, das mit einer Entnahme von etwa 315.000 Euro aus der Rücklage ausgeglichen wird. Dies zeigt, dass das Geld nicht immer beim Bürgermeister aus der Portokasse kommt!
Die finanzielle Lage ist angespannt. Der Finanzhaushalt weist einen Zahlungsmittelbedarf von 2,29 Millionen Euro aus. Trotz dieser engen finanziellen Möglichkeiten konnten sich die Ausschüsse und Fraktionen auf einige Punkte einigen. Insbesondere der Ausschuss für Bauen und Umwelt (ABU) sowie der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) haben den Haushaltsentwurf sorgfältig unter die Lupe genommen.
Kürzungen und Umverteilungen
Ein heftiger Einschnitt betrifft die Streichung von 300.000 Euro für den Ausbau der Elektrizitätsversorgung, da hier kein Bedarf mehr besteht. Stattdessen fließen 150.000 Euro in die Wasserversorgung des Gewerbegebiets, was eine interessante Umverteilung darstellt. Auch für ein Wechselladerfahrzeug der Feuerwehr wurden 15.000 Euro vorgesehen – Sicherheit geht schließlich vor.
Die sieben Ortsbeiräte sind ebenfalls aktiv und äußern sich zu Investitionen in diverse Projekte, insbesondere die Alte Schule in Achenbach und Maßnahmen zur Barrierefreiheit. Trotz der finanziellen Belastungen sieht der SPD-Fraktionsvorsitzende die Notwendigkeit, verstärkt in soziale Bereiche zu investieren. Gleichzeitig warnt die CDU vor den Folgekosten von Förderprojekten und betont die Wichtigkeit einer sorgfältigen Abwägung der Finanzierbarkeit.
Ausblick auf die Zukunft
Ein weiterer Punkt, der die Finanzen betrifft, ist ein Antrag über 15.000 Euro für ein Buswartehäuschen an der B253 in Niederdieten. Dieser Antrag wurde zwar eingebracht, wird aber erst für den Haushalt 2027 berücksichtigt. Hier wird deutlich, dass in der Gemeinde die Planungen oft fern der aktuellen Budgets liegen und die Bürger:innen auf Umsetzung warten müssen.
All diese Aspekte skizzieren ein lebhaftes Bild der finanziellen Situation in Breidenbach. Das Haushaltsdefizit für 2025 wird glücklicherweise geringer ausfallen als ursprünglich erwartet; dennoch bleibt die strukturelle Unterfinanzierung spürbar. Wie man sieht, steht die Gemeinde vor großen Herausforderungen – und es bleibt spannend zu verfolgen, wo genau Breidenbach in Zukunft sparen muss. Weitere Details dazu finden sich auf mittelhessen.de.