Im Landkreis Marburg-Biedenkopf sorgte eine dichte Schneeschicht, die über Nacht auf den Straßen liegen blieb, für zahlreiche Probleme im Straßenverkehr. Laut dem Polizeipräsidium Mittelhessen wurden am Donnerstagmorgen ab etwa 4 Uhr insgesamt über 30 glättebedingte Verkehrsunfälle registriert. Die meisten dieser Unfälle führten lediglich zu Blechschäden, glücklicherweise wurden nur zwei Personen leicht verletzt. Die Unfälle ereigneten sich in allen mittelhessischen Landkreisen, ohne dass ein besonderer Unfallschwerpunkt festgestellt werden konnte. Ein bemerkenswerter Vorfall ereignete sich im Gießen, wo ein Linienbus und ein Lkw im Zinsendorfweg kollidierten, jedoch ohne Verletzte. Die Fahrzeuge waren ineinander verkeilt, was die Fortbewegung auf dieser Strecke erheblich beeinträchtigte. Weitere Details zu diesen Vorfällen finden Sie in diesem Artikel.
Die winterlichen Bedingungen betrafen nicht nur Marburg-Biedenkopf, sondern führten auch in anderen Teilen Hessens zu Verkehrsbehinderungen. Insbesondere Mittelhessen war von Dutzenden Unfällen betroffen, und die Straßen waren oft glitschig und gefährlich. Einschränkungen im Nahverkehr waren ebenfalls die Folge, mit Verspätungen und Ausfällen in mehreren Regionen, darunter der Hochtaunuskreis, der Lahn-Dill-Kreis, der Wetterau-Kreis und Gießen. Der Wintereinbruch führte zu einer Vielzahl von Unfällen, darunter ein schwerer Vorfall auf der A66 bei Schlüchtern, wo ein Lastwagen in den Graben rutschte und in Brand geriet. Der Fahrer wurde ins Krankenhaus gebracht, während die Fahrbahn Richtung Frankfurt vorübergehend voll gesperrt war.
Unfälle und Verkehrsstörungen
Auf der A5 zwischen Fernwald und Gambacher Kreuz kam es zudem zu einem Unfall, an dem ein Reisebus und zwei Autos beteiligt waren. Eine Frau wurde eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden, während die 50 Insassen des Busses glücklicherweise unverletzt blieben. Die Schäden an den Fahrzeugen wurden auf etwa 50.000 Euro geschätzt. Auch in anderen Regionen Hessens, wie in Weilburg-Gaudernbach und Hohenstein, sorgten glatte Straßen für weitere Unfälle, bei denen Fahrzeuge von der Straße abkamen oder gegen Mauern prallten. Die Polizei meldete bis zum Nachmittag über 30 Glätteunfälle in Mittelhessen und berichtete von weiteren Vorfällen in Osthessen, wo ein Frontalzusammenstoß auf der Landstraße 3181 bei Neuhof-Rommertz vier leicht verletzte Personen zur Folge hatte.
Die Wettervorhersage für die kommenden Tage sieht nicht viel besser aus. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor anhaltender Glätte, Sturmböen und möglichen Gewittern. Die Temperaturen sollen zwischen minus zwei und fünf Grad schwanken, mit weiteren Schneeschauern und Glätte in der Nacht zum Samstag. Auch am Sonntag sind Schneeschauer und Glätte bei Höchsttemperaturen zwischen minus drei und drei Grad zu erwarten. Autofahrer sollten dringend vorsichtig fahren und ausreichenden Abstand halten, da die Glättegefahr in vielen Regionen hoch bleibt.
Streusalz und winterliche Herausforderungen
Ein weiteres Problem, das die winterlichen Bedingungen verschärft, ist die Knappheit von Streusalz in Hessen, Niedersachsen und anderen Bundesländern. Die Nachfrage übersteigt die Kapazitäten, was die Räumung der Straßen erschwert. Zudem könnte ein Streik bei der Autobahn GmbH die Winterdienste in einigen Regionen einschränken. Autofahrer sind daher aufgefordert, sich auf mögliche Schwierigkeiten im Straßenverkehr einzustellen. Glücklicherweise gibt es aktuell keine witterungsbedingten Störungen im Fernverkehr der Deutschen Bahn, was für Reisende eine kleine Erleichterung darstellt.
In dieser herausfordernden Wintersaison ist es wichtiger denn je, sich der Gefahren bewusst zu sein und entsprechend zu handeln. Bleiben Sie sicher und informiert!