Die Bahnhöfe im Landkreis Darmstadt-Dieburg stehen im Zentrum einer neuen Initiative, die nicht nur den Zugang zu den Verkehrsangeboten verbessern, sondern auch den Bürgern und Touristen die Vorzüge der Region näher bringen soll. Laut Echo Online hat Erik Hornung, der Nahmobilitätskoordinator des Landkreises, die Aufgabe übernommen, alle relevanten Aspekte der Bahnhöfe zu betrachten. Besondere Aufmerksamkeit legt Hornung auf Barrierefreiheit, Fahrradabstellmöglichkeiten und die Verbesserung der Radwegweisung.
Eine neue Rubrik mit dem Titel „Bahn, Bus und Nahmobilität“ soll dazu beitragen, Pendlern und Tagesgästen nicht nur einen historischen Überblick zu bieten, sondern sie auch zur Erkundung der Bahnhöfe und ihren Angeboten zu motivieren. „Das Interesse an unseren Bahnhöfen zu wecken, liegt uns am Herzen“, so Hornung.
Barrierefreiheit als zentrales Anliegen
Ein zentrales Element der ÖPNV-Strategie 2030 ist die Barrierefreiheit. Dies betrifft sämtliche Aspekte der Reisekette: von den Haltestellen über die Fahrzeuge bis zu den Zuwegen. Wie auf Zukunftsnetzwerk ÖPNV dargelegt, müssen alle Mobilitätsangebote für alle Menschen zugänglich sein, um den Bedürfnissen und dem Anspruch auf Teilhabe an der Gesellschaft gerecht zu werden.
Die Anforderungen an die Barrierefreiheit sind umfassend. So sind Dinge wie Stellplätze für Rollstühle oder Kinderwagen, technische Unterstützung wie WLAN und sogar Kameraüberwachung in den Fahrzeugen inzwischen Standard. Dies wird durch Gesetze wie das Personenbeförderungsgesetz (PBefG) gestärkt, das vollständige Barrierefreiheit im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bis zum 1. Januar 2022 vorsieht.
Die Rolle der Bahnhöfe und Modernisierungsprogramme
Ein großer Teil der Bahnstationen gehört der Deutschen Bahn AG, die die Verantwortung für deren Barrierefreiheit trägt. Die Bundesregierung fördert die barrierefreie Ertüchtigung von Bahnhöfen durch Programme wie das Bahnhofsmodernisierungsprogramm (BMP), welches zahlreiche Stationen in die Zukunft führt. Dies umfasst laut BMV auch die Notwendigkeit, neue Standards kontinuierlich zu überprüfen und weiterzuentwickeln.
Mit der zunehmenden Alterung der Gesellschaft wird die Barrierefreiheit zu einem immer wichtigeren Thema in der Verkehrspolitik. Der Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln ist nicht nur für Menschen mit Behinderungen von Bedeutung, sondern auch für Senioren, Eltern mit Kinderwagen oder Reisende mit viel Gepäck.
In den kommenden Jahren ist also viel in Bewegung, und der Landkreis Darmstadt-Dieburg zeigt, dass durch ein gutes Händchen bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen jeder auf seine Kosten kommen kann.




