Polizei stoppt Schwertransporte ohne Genehmigung in Zell!
Zwei Schwertransporte ohne Genehmigung in Zell, Odenwaldkreis, gestoppt. Fahrer erwarten Ermittlungen wegen Verstößen.

Polizei stoppt Schwertransporte ohne Genehmigung in Zell!
Am 28. November 2025 sorgten zwei Schwertransporte für Aufregung auf der B 45 zwischen Michelstadt und Bad König. Ein Mobilkran mit einem Gewicht von knapp 60 Tonnen und ein Ballastsattelzug mit über 67 Tonnen hatten sich auf den Weg gemacht, um durch Zell zu fahren, obwohl die Fahrer keine Genehmigungen hatten, um die für Lkw gesperrte Ortsdurchfahrt zu nutzen. Ein aufmerksames Streifenteam der Verkehrsinspektion des Polizeipräsidiums Südhessen bemerkte den Konvoi und stoppte die Fahrten sofort.
Es stellt sich heraus, dass den beiden Fahrern, 30 und 61 Jahre alt, gleich mehrere Verstöße vorgeworfen werden. Dazu zählen unter anderem das Fehlen der erforderlichen Ausnahmegenehmigungen im Original, eine unzureichende Genehmigung in einem Fall, sowie die Nichteinhaltung des genehmigten Fahrwegs. Auch die für Schwertransporte obligatorischen Begleitfahrzeuge waren nicht vorhanden. Laut den Vorgaben hätte die Fahrt zudem nur in der Nacht zwischen 20.00 und 6.00 Uhr erfolgen dürfen.
Ermittlungen und Vorschriften
Die Fahrer und das transportierende Unternehmen müssen sich nun auf ein Ermittlungsverfahren gefasst machen. Bereits in den frühen Morgenstunden hatten die beiden Lkw vermutlich die gesperrte Ortsdurchfahrt von Zell passiert, ohne sich um die geltenden Vorschriften zu kümmern, die für Schwertransporte in Deutschland im Rahmen der Straßenverkehrsordnung (StVO) festgelegt sind. Schwertransporte müssen in der Regel mit besonderen Genehmigungen organisiert werden, die sowohl Routenplanung als auch die Einhaltung spezifischer Vorschriften umfassen.
Gemäß den Vorgaben für Schwertransporte benötigen Unternehmen eine Genehmigung, welche die zulässigen Maße und Gewichtswerte überschreitet. So sind beispielsweise für Transporte ab einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen besondere Regelungen und eine vorherige Antragstellung erforderlich. Die Genehmigungen sind gebührenpflichtig und müssen während der Fahrt mitgeführt werden, um mögliche Bußgelder zu vermeiden. Insbesondere die Beachtung der festgelegten Fahrzeiten, die von Montag 9 Uhr bis Freitag 15 Uhr reichen, stellt eine grundlegende Voraussetzung dar, während Transporte an Wochenenden und Feiertagen gänzlich ausgeschlossen sind.
Zusammenarbeit mit den Behörden
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden zur schnellen Genehmigung von Sonderregelungen. Unternehmen sind angehalten, die Befahrbarkeit der jeweiligen Strecke vor Fahrbeginn zu überprüfen, um nicht in rechtliche Schwierigkeiten zu geraten. Die Situation der beiden Fahrer verdeutlicht die Herausforderungen im Bereich der Schwerlogistik und wie wichtig eine gewissenhafte Planung ist. Nur mit professionellen Logistiklösungen lässt sich der wirtschaftliche Erfolg sichern und die Lieferkette optimieren.
Aktuell muss Hessen Mobil die Strecke auf etwaige Absenkungen oder Beschädigungen der Fahrbahn überprüfen, um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. In der Logistikbranche zeigt sich einmal mehr, dass die Einhaltung der Vorschriften für Schwertransporte kein leeres Wort, sondern eine Notwendigkeit ist, um rechtlichen und finanziellen Konsequenzen zu entgehen.
Für weitere Informationen über die Anforderungen und Genehmigungen für Schwertransporte in Deutschland, verweist Bussgeldkatalog auf die speziellen Richtlinien, während Yarres Logistics zusätzliche Einblicke in die Herausforderungen und Vorgaben der Branche bietet.