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In Offenbach mehren sich die Meldungen über die invasive Große Drüsenameise (Tapinoma magnum), die sich zurzeit wieder aktiv durch die Region bewegt. Laut einem Bericht von op-online sollten die ersten Sichtungen von Bürger:innen umgehend an den Stadtservice Offenbach gemeldet werden. Unter der Telefonnummer 069/840004-545 können die Einwohner:innen einen Überblick über die Ausbreitung dieser Ameisenart unterstützen, während die Bekämpfung der Kolonien auf öffentlichen Flächen bereits begonnen hat.

Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, erfreut sich die Große Drüsenameise zunehmender Beliebtheit in deutschen Städten. Wie die Umweltbundesamt informiert, gelangte sie vor allem über mediterrane Pflanzen wie Olivenbäume nach Deutschland. Dort vermehren die Ameisen sich rasant, bilden große Kolonien mit bis zu 350 Königinnen und bewegen sich in klaren, parallelen Wegen, was sie von heimischen Arten unterscheidet.

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Ein Schädling mit Potential

Die Große Drüsenameise, die seit 2009 in Deutschland nachgewiesen wurde, ist auch in anderen Bundesländern verbreitet, besonders in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Köln und Hannover. Ihre Ausbreitung ist besorgniserregend, da die Ameisen nicht nur Schäden an Gehwegen, Terrassen und anderen Strukturen verursachen, sondern auch mit ihrer Fähigkeit zur Bildung von sogenannten „Superkolonien“ Millionen von Individuen erreichen können, wie die Tagesschau berichtet.

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Die Ameisen bewegen sich oft in Siedlungsgebieten und legen Nester in der Nähe von Mauern und in Blumenkästen an. Ihre Vorliebe für menschliche Nahrungsreste trägt dazu bei, dass sie auch in Haushalten schnell zur Plage werden können. Zudem schützen sie Blattläuse, was die Population von Nützlingen wie Marienkäfern gefährdet, was nicht gerade für ihre Beliebtheit spricht.

Bürger in der Pflicht

Die Offenbacher Stadtverwaltung ruft alle Grundstückseigentümer rund um den Bürgeler Friedhof und im Hafen dazu auf, aktiv gegen die Ameisen vorzugehen. Eine Bekämpfung der Großen Drüsenameise auf Privatgrundstücken ist unabdingbar, da sich die Ameisen nicht an Grundstücksgrenzen halten. Angehörige der Stadt geben an, dass das Verbreiten von heißem Wasser auf öffentlichen Flächen eine der Methoden ist, um die Eier in den Nestern abzutöten.

Die Erkennungsmerkmale der Großen Drüsenameise umfassen ihren glänzend schwarzen Körper und einen auffälligen, stechenden Geruch, wenn sie zerdrückt werden. Das außergewöhnliche Verhalten der Ameisen und ihr schnelles Wachstum lassen die Behörden hellhörig werden; trotz ihrer Schönheitsmerkmale gelten sie als Schädlinge. Und während sie in einigen EU-Ländern heimisch sind, wird ihre Situation in Deutschland als potentiell kritisch angesehen, sodass sie auf der nationalen Beobachtungsliste des Bundesamtes für Naturschutz geführt wird.

Das Problem ist umfassend; Invasive Arten wie Tapinoma magnum sind nicht nur eine Herausforderung, sondern auch ein Naturphänomen, dem sich Städte effektiv stellen müssen. Wer sich aktiv an der Bekämpfung beteiligen möchte, sollte sich nicht scheuen, die Stadtverwaltung zu kontaktieren und selbst ein gutes Händchen zu zeigen, damit das Ameisenproblem nicht um sich greift.