Heute ist der 16.02.2026, und in Offenbach wurden beim „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb Rhein-Main West im Senckenbergmuseum herausragende Projekte von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausgezeichnet. In einem spannenden Wettbewerb präsentierten 86 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 43 Projekte – ein Rekord, der zeigt, wie sehr das Interesse an Wissenschaft und Forschung in der Region wächst. Die Siegerprojekte haben sich für den Landeswettbewerb Hessen qualifiziert, der am 18. und 19. März 2026 bei Merck in Darmstadt stattfinden wird. Das Motto der 61. Wettbewerbsrunde lautete „Maximale Perspektive“ und spiegelte die breite Themenvielfalt wider, die die Teilnehmer an den Tag legten.

Die Sieger im Fachbereich Biologie sind Henning Grimm, Niklas Oostendorp und Hendrik Clauß von der Schule am Ried, die den Einfluss von Mikroplastik auf terrestrische Pflanzen untersuchten. Im Fachbereich Chemie überzeugten gleich zwei Gruppen: Luis Yuchen Mao, Jano Zabel und Philip Anton Thierfelder vom Kaiserin-Friedrich-Gymnasium Bad Homburg mit ihrem Thema „CORE – Computer Oriented Rapid Elucidation“ sowie Vivienne Jeschioro, Yanzhen Sophia Tao und Yuling Meena Niu von der International School Oberursel, die sich mit der Synthetisierung und Optimierung von Hydrogels beschäftigten.

Vielfalt der Projekte

Der Fachbereich Geo- und Raumwissenschaften sah Raphael Kuhn von der Universität Heidelberg, Amalia Fischer von der Musterschule Frankfurt und Carolin Hellwig vom Gymnasium Riedberg Frankfurt als Sieger mit ihrem Thema über Linienvariabilität in Be-Sternen mithilfe von Amateurspektroskopie. Im Bereich Mathematik/Informatik gewannen Yurii Liashchenko, Arthur Kin und Ali Kandora von der Albert-Schweitzer-Schule Offenbach mit ihrem Projekt über Morleys Dreiecke. Die Physikpreise gingen an Theresa Osiak von der Liebigschule Frankfurt, Carl Klenner vom Gymnasium Riedberg sowie Levian Savic Schmid von der Otto-Hahn-Schule Frankfurt, die ein interaktives Hertzsprung-Russell-Diagramm entwickelten.

In der Technik konnte das Projekt von Maximilian Otten und Philippe Frémion vom Gymnasium Oberursel zum Thema 3D-Drucken im Zylinderkoordinatensystem die Jury überzeugen. Ein besonders bemerkenswertes interdisziplinäres Projekt, das den Regionalsieg errang, stammt von Mark Schupp, David Movshyn und Carl Klenner vom Gymnasium Riedberg mit ihrem automatischen Steuersystem für Vivarien, genannt „VivaSmart“.

Preise und Anerkennungen

Insgesamt nahmen 28 Mädchen und 36 Jungen an 29 Projekten in verschiedenen Kategorien teil. In der Sparte „Jugend forscht junior“ zeigten 7 Mädchen und 15 Jungen mit 14 Arbeiten ihr Können. Die Preise reichten von 75 Euro für den ersten Preis, über 60 Euro für den zweiten Preis bis hin zu 45 Euro für den dritten Preis. Darüber hinaus wurden zahlreiche Sonderpreise vergeben, darunter Abonnements von Fachzeitschriften und Freikarten für regionale Einrichtungen. Fünf Teilnehmer erhielten Senckenberg-Mitgliedschaften, die freien Eintritt ins Senckenberg Naturmuseum ermöglichen. Sebastian Heß vom Physikalischen Verein wurde für seine engagierte Talentförderung mit einem Sonderpreis von 100 Euro ausgezeichnet, während Olena Gnatiuk von der Carlo-Mierendorff-Schule Frankfurt eine Einladung zu einem Workshop für Projektbetreuer erhielt. Außerdem wurde das Gymnasium Riedberg mit dem MINTSPACE-Schulpreis ausgezeichnet, der ein Experimentiertableau für den Unterricht umfasst.

Ähnlich erfreuliche Nachrichten kommen aus Paderborn, wo im Heinz-Nixdorf-Museumsforum der Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ stattfand. Auch hier war das Motto „Maximale Perspektive“ und die Teilnehmerzahl erreichte die höchste Zahl seit zehn Jahren. Die Schwerpunkte der dort präsentierten Projekte lagen auf Umwelt, Nachhaltigkeit und Alltag, was die Relevanz solcher Themen für die junge Generation unterstreicht. Der Austausch zwischen den Jungforschern beider Wettbewerbe zeigt, wie wichtig es ist, dass junge Menschen sich aktiv mit wissenschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen und sich für ihre Umwelt interessieren. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Westfalen-Blatt.

Die Erfolge der jungen Forscher aus Frankfurt und Paderborn sind ein ermutigendes Zeichen für die zukünftige Wissenschaftslandschaft in Deutschland. Sie zeigen nicht nur das Engagement und die Kreativität der Schüler, sondern auch die Bedeutung von Wettbewerben wie „Jugend forscht“, die es jungen Talenten ermöglichen, ihre Ideen zu präsentieren und zu verwirklichen. Die Förderung von MINT-Fächern und die Unterstützung junger Talente sind essentiell für die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes.