In den letzten Monaten ist die Drogenkriminalität in Deutschland stark angestiegen, und das vor allem durch die Aktivitäten niederländischer Gangs, die dreister werden. Ein aktueller Fokus muss auf der sogenannten „Mocro-Mafia“ liegen, die für ihre Brutalität bekannt und mit zahlreichen Sprengstoffanschlägen in Köln und Umgebung in Verbindung gebracht wird. Laut op-online.de wurden im Jahr 2024 in den Niederlanden rund 1.000 Sprengsätze gezündet, was die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Banden dokumentiert. Der Kriminologe Robin Hofmann warnt, dass diese Kriminalität zunehmend nach Deutschland drängt, wo im Rhein-Main-Gebiet bereits Sprengstoffanschläge stattfanden – darunter auch tragische Vorfälle in Offenbach und Frankfurt.
Die Gewalt der Mocro-Mafia, die sich aus unterschiedlichen ethnischen Gruppen wie Albanern und Marokkanern zusammensetzt, hat auch die Hoffnungen auf ein sicheres Frühjahr in Deutschland trüben lassen. Es ist beunruhigend, dass die jüngsten Explosionen – zuletzt in einem Café im Kölner Stadtteil Pesch – zwei Leichtverletzte zur Folge hatten. Auch die Sprengstoffanschläge in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres, mit über 300 Vorfällen in den Niederlanden, belegen die alarmierende Situation, die immer drängender wird, so merkur.de.
Die Situation in den Niederlanden
Ein zentraler Aspekt in diesem Kriminalitätsproblem ist die unabreißbare Verbindung zum Drogenhandel. Die Mocro-Mafia hat sich von einem Fokus auf Cannabis hin zu Kokain und synthetischen Drogen entwickelt. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der steigenden Verfügbarkeit und Diversifizierung von Drogen in Europa wider, die im aktuellen europa.eu Bericht thematisiert wird. Der Drogenhandel in Europa hat mit einem Rekordwert von 419 Tonnen Kokain im Jahr 2023 beängstigende Dimensionen erreicht, während die Anzahl von Sicherstellungen stetig steigt.
In einem erschreckenden Bild zeigt sich, dass die Brutalität nicht nur die Niederlande betrifft. Die Gewalt hat bereits Schweden erreicht, wo Gangs ganze Stadtteile in No-Go-Areas verwandeln. Experten warnen, dass das Drogenmilieu auch in Deutschland mit Entführungen und Foltermethoden Fuß fassen könnte, wie das Beispiel eines Paares zeigt, das im Sommer 2024 in den Niederlanden grausam behandelt wurde.
Die Herausforderungen für die Behörden
Die Sicherheitsbehörden arbeiten intensiv daran, diesen kriminellen Strukturen den Kampf anzusagen. Jedoch zeigt sich, dass es große Hürden im internationalen Justizsystem gibt, beispielsweise beim Datenaustausch zwischen Ländern. Hofmann betont, dass die Grenzen zwischen Ober- und Unterwelt zunehmend verschwommen sind, was die Bekämpfung solcher Kriminalität noch schwieriger macht.
Die Drogenpolitik spielt eine entscheidende Rolle, da sie die Dynamiken im Drogenhandel beeinflusst. Insbesondere der illegale Cannabis-Markt, der sich durch die Lücken im legalen Markt nährt, gibt den Banden neue Geschäftsmöglichkeiten. Auch die Gefahren des Polykonsums und die gesundheitlichen Risiken, die darin bestehen, mehrere Substanzen gleichzeitig zu konsumieren, müssen von der Gesellschaft ernst genommen werden.
Insgesamt schwebt ein Schatten über der Drogenlage in Deutschland und der EU. Die Entwicklungen der letzten Jahre haben die Notwendigkeit einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen den Ländern und einer intensiven Bekämpfung von organisierter Kriminalität und Drogenhandel aufgezeigt. Hier ist ein gutes Händchen gefragt, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.