Heute ist der 18.02.2026, und im Rheingau-Taunus-Kreis tut sich Spannendes im Bereich der digitalen Verwaltung. Das neue Projekt GoDonu, das die Fortführung des bereits bekannten eGovSAD darstellt, hat sich zum Ziel gesetzt, die Online-Dienste für Bürger zu verbessern. Über 100 Städte und Landkreise nutzen eGovSAD bereits, und Marburg gehört zu den Vorreitern, die mehr als 100 digitale Dienstleistungen anbieten. Die interkommunale Zusammenarbeit mit Partnerkommunen wie Fulda, Gießen, Limburg, Offenbach, Wetzlar, Frankfurt, Kassel und dem Rheingau-Taunus-Kreis wird die Qualität und Zugänglichkeit dieser Angebote weiter steigern.

Das Projekt erhält Unterstützung in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro vom Digitalministerium im Rahmen des Programms „Starke Heimat Hessen“. Die Betriebskosten für die Plattformen civento und eGovSAD werden bis Ende 2029 vom Land Hessen übernommen. Ein zentrales Element von GoDonu ist die Möglichkeit für die Kommunen, Erkenntnisse aus eGovSAD zu vergleichen und voneinander zu lernen. Dies geschieht unter anderem durch eine Feedback-Funktion, die es Bürgern ermöglicht, Rückmeldungen zu den digitalen Dienstleistungen zu geben.

Interaktive Datenanalyse und Transparenz

Ein besonders innovativer Aspekt des GoDonu-Projekts ist die zeitnahe Auswertung und Interpretation der Nutzerinteraktionen mit digitalen Verwaltungsservices. Durch die Weiterentwicklung des eGovernment Service- und Analyse-Dashboards „eGovSAD“ wird eine gemeinsame Datennutzung und Qualitätssicherung der Stammdaten aus dem Hessischen Verwaltungsportal angestrebt. Zukünftig sollen vergleichende Analysen sowie Opendata-Publikationen auf Knopfdruck realisiert und veröffentlicht werden, was die Transparenz des Verwaltungshandelns erheblich stärken wird.

Das Projektmanagement erfolgt agil und wird durch einen Lenkungsausschuss mit Vertretern aller Partnerkommunen unterstützt. Die Einbindung von Fachexperten sorgt dafür, dass die Perspektiven von Kommunen, Großstädten und Landkreisen angemessen berücksichtigt werden. Die Ergebnisse von GoDonu sollen als Erweiterungsmodule der Software eGovSAD für alle hessischen Kommunen und Landkreise zur Nachnutzung bereitgestellt werden.

Herausforderungen der digitalen Verwaltung

Die wachsenden Datenmengen stellen die öffentliche Verwaltung vor erhebliche Herausforderungen. Fragmentierte IT-Landschaften und ein Mangel an Fachkräften wie Data Scientists und Data Engineers erschweren den Zugang zu relevanten Informationen. Beamte benötigen oftmals viel Zeit, um benötigte Daten in internen Datenbanken oder Cloud-Systemen zu finden. Bis 2027 wird das Volumen digitaler Daten weltweit auf über 284 Zettabyte steigen, was die Notwendigkeit einer Lösung, die den Umgang mit Daten vereinfacht, noch dringlicher macht.

Plattformen für logisches Datenmanagement und Datenvirtualisierung können hier Abhilfe schaffen und die Effizienz erhöhen. Künstliche Intelligenz (KI) wird ebenfalls als ein wichtiges Werkzeug gesehen, das in der Verwaltung eingesetzt werden sollte, um Datensilos aufzubrechen und den Zugang zu Daten zu erleichtern. Dazu gehört auch die Implementierung von Self-Service-Funktionen, die den Datenzugriff demokratisieren und eine schnellere Entscheidungsfindung fördern. In diesem Kontext ist die Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) von zentraler Bedeutung, um die Rechte der Bürger zu wahren.

Das GoDonu-Projekt ist somit ein wichtiger Schritt in Richtung einer effizienteren, transparenteren und bürgernahen Verwaltung, die den Herausforderungen der digitalen Ära gerecht wird. Weitere Informationen zu diesem spannenden Vorhaben finden Sie auf der Webseite von Kommune21 und der Digitalen Kommune Hessen.