Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen des Sommers kommt nicht nur der Duft von blühenden Gärten, sondern auch eine Fülle bunter Schmetterlinge zu uns. Aktuell bringt das Jahr 2025 in Hessen ausgezeichnete Voraussetzungen mit sich, sodass viele Schmetterlingsarten von der angenehmen Witterung profitieren können. Nabu-Sprecher Berthold Langenhorst bezeichnet das Jahr als ein „sehr gutes Schmetterlingsjahr“. Trotz einer Trockenperiode im Frühjahr haben die Pflanzen nicht gelitten, was für die Schmetterlingsraupen einen richtigen Schlaraffenland bedeutet. n-tv berichtet von einer Exkursion im Schutzgebiet „Weinberg Wetzlar“, wo beeindruckende 27 verschiedene Tagfalterarten entdeckt wurden. Vor vier Jahren waren es dort noch 20 Arten, ein Zeichen dafür, dass die extensive Beweidung mit Schafen fruchtet.
Schmetterlinge sind nicht nur Augenweiden, sie spielen auch eine zentrale Rolle für das Ökosystem. Sie gelten als hervorragende Indikatoren für die Umweltgesundheit und zeigen uns, wie es um unsere Natur bestellt ist.Optinatura hebt hervor, dass weltweit ungefähr 180.000 Schmetterlingsarten existieren, wobei in Deutschland etwa 3.700 und in Österreich rund 4.095 Arten heimisch sind. Besonders häufig anzutreffen sind Schmetterlingsarten wie das Pfauenauge, der Schwalbenschwanz und der Zitronenfalter.
Gestiegene Schmetterlingsvielfalt
Doch trotz der erfreulichen Entwicklung in Hessen gibt es auch Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Schmetterlinge leiden zunehmend unter dem Einsatz von Pestiziden und Dünger in der Landwirtschaft. Der Nabu und andere Umweltorganisationen warnen vor den alarmierenden Beständen der Schmetterlinge auf der Roten Liste in Österreich, die 2022 veröffentlicht wurde. Ein Blick auf verschiedene Lebensräume zeigt, dass bestimmte ungemähte Grasarten und Brennnesseln das Überleben diverser Schmetterlingsarten fördern. Gartenbesitzer können einfach helfen, indem sie Teile ihrer Gärten der Natur überlassen und nur ein- bis zweimal jährlich mähen.
Schmetterlingsfördernde Gärten
Wer sich gerne dem Thema Schmetterlingsschutz widmen möchte, kann mit einigen einfachen Tipps viel erreichen. Empfohlene Pflanzen für schmetterlingsfreundliche Gärten sind unter anderem Phlox, Lavendel und Nachtkerzel, die nicht nur die Augen erfreuen, sondern auch als Nahrungsquelle für die vielfältigen Schmetterlingsraupen dienen. VG Kandel stellt klar, wie wichtig eine vielfältige Ansaat heimischer Pflanzen ist, um einen bunten und duftenden Garten zu kreieren, der als Lebensraum für verschiedene Insekten dient.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir in diesen Zeiten ein gutes Händchen haben sollten, wenn es um den Schutz unserer Schmetterlinge und ihrer Lebensräume geht. Sie sind nicht nur ein Teil unserer heimischen Flora und Fauna, sondern auch wertvolle Bestäuber und Indikatoren für ein gesundes Ökosystem. Lassen Sie uns gemeinsam das Engagement für unsere Natur und ihre beeindruckenden Geschöpfe weitertragen.