In Trier wurde ein großer Schritt in Richtung nachhaltiger Straßenbeleuchtung gemacht. Die Stadt hat vor kurzem die gesamte Straßenbeleuchtung auf moderne, vernetzte LED-Technik umgestellt – und das ein ganzes Jahr früher als geplant. Ingesamt wurden 12.000 Leuchten ausgetauscht und rund 1.000 neue Lichtpunkte installiert. Das Unternehmen Signify hat hierbei als Partner agiert und das Managementsystem Interact zur Verfügung gestellt. Dieses System ermöglicht eine zentrale, bedarfsgerechte Steuerung der Beleuchtung im Stadtgebiet, was nicht nur den Energieverbrauch senkt, sondern auch das Sicherheitsgefühl der Anwohner steigert.
Mit dieser Umstellung sinkt der Energiebedarf pro Leuchte von 125 Watt auf nur 25 Watt. Der jährliche Stromverbrauch der öffentlichen Beleuchtung reduziert sich dadurch um etwa 3,5 Millionen Kilowattstunden, was zu Einsparungen von rund 600.000 Euro pro Jahr führt. Eine echte Win-Win-Situation für die Stadt und die Bürger.
Umweltfreundlichkeit im Fokus
Der Umstieg auf LED-Technik ist nicht nur finanziell vorteilhaft, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung Umweltschutz. Laut naturenergie netze sparen LED-Leuchten im Vergleich zu herkömmlichen Leuchten etwa 70% Energie. Bei Quecksilberdampflampen sind es sogar bis zu 80%. Dies ist besonders relevant, da in Deutschland jährlich etwa 4.000 Stunden Dunkelheit zu verzeichnen sind und die Straßenbeleuchtung somit einen beachtlichen Kostenfaktor darstellt.
Der Anteil der Straßenbeleuchtung am kommunalen Stromverbrauch kann bis zu 40% betragen, daher ist die Umrüstung auf LED-Technik in vielen Kommunen hoch im Kurs. Die Lebensdauer der neuen Leuchten wird mit beeindruckenden 100.000 Stunden angegeben, was bei einem jährlichen Gebrauch von 4.000 Stunden einem Austausch alle 25 Jahre entspricht. Im Vergleich dazu müssen ältere Lichtquellen alle 4-5 Jahre gewechselt werden.
Fördermöglichkeiten für Kommunen
Ein weiterer Pluspunkt: Kommunen können für die Umrüstung auf LED-Technik Fördergelder beantragen, wenn sie nachweisen, dass sie ihre CO2-Emissionen um mindestens 50% senken. Dabei reicht die Förderung von 20% bis 40%, während finanzschwache Kommunen sogar bis zu 40% erhalten können. Zudem gibt es eine Mindestzuwendung von 5.000 Euro und die Möglichkeit, in kommunalen Zusammenschlüssen zu arbeiten, um die Finanzierung zu erleichtern.
Die Stadtwerke Trier (SWT) prüfen bereits, wie dezentrale Batteriespeicher in die neue Beleuchtungsinfrastruktur integriert werden können. Zukunftsweisende Entwicklungen könnten zudem beinhalten, dass nicht nur die Lichtfarbe gesteuert wird, sondern auch integrierte Funktionen wie öffentliches WLAN oder Ladepunkte für E-Autos zur Verfügung stehen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Umstellung auf LED-Technik in Trier nicht nur eine finanzielle Entlastung verspricht, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zum Umweltschutz leistet. So wird die Stadt nicht nur heller, sondern auch grüner. Ein gutes Händchen haben hier die Verantwortlichen bewiesen, denn so zieht man in ein nachhaltigeres und sichereres Stadtleben!