Am malerischen Edersee in Waldeck-Frankenberg wird ein zukunftsweisendes Projekt realisiert: Der Bau eines elektrisch betriebenen Fahrwagens, der den barrierefreien Zugang zu Fahrgastschiffen ermöglichen soll. Der innovative Ansatz zielt darauf ab, Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Senioren sowie Familien mit Kinderwagen einen sicheren und komfortablen Zugang zu den beliebten Schiffen „Edersee Star“ und „Stern von Waldeck“ am Anleger Strandbad-Waldeck zu bieten. Dieses Vorhaben wird mit 200.000 Euro aus dem LEADER-Fördertopf der EU und des Landes Hessen unterstützt. Der Bescheid für die Förderung wurde kürzlich bei einem Ortstermin am Edersee übergeben.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf mehr als zwei Millionen Euro, wobei die Personenschifffahrt Edersee eigene finanzielle Mittel in das Bauprojekt einbringt. Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein, und die Inbetriebnahme des Fahrwagens ist für Anfang 2027 geplant. Der Fahrwagen wird sich an die wechselnden Wasserstände des Edersees anpassen und ist mit Vollgummireifen sowie einem elektrischen Antrieb ausgestattet, was eine umweltfreundliche Lösung darstellt. Dieses Projekt ist Teil eines umfassenden Gesamtkonzepts zur Weiterentwicklung einer barrierefreien touristischen Infrastruktur am Edersee, das die Region weiter stärken soll.
Ein Beitrag zur regionalen Entwicklung
Das Projekt „Barrierefreier Zugang zu den Fahrgastschiffen – Bau eines Fahrwagens“ wird von der Personenschifffahrt Edersee GmbH & Co. Betriebs KG umgesetzt. Es ist nicht nur ein technisches Vorhaben, sondern auch ein wichtiger Schritt zur Förderung der sozialen Teilhabe und der nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung in der Region. Die LEADER-Region Waldeck-Frankenberg hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch solche Initiativen die lokale Entwicklungsstrategie 2023–2027 zu unterstützen. Diese Strategie fokussiert auf den Natur- und Landtourismus, um die regionale Identität sowie die Wettbewerbsfähigkeit touristischer Angebote zu stärken.
Das LEADER-Programm steht für „Liaison Entre Actions de Développement de l’Économie Rurale“ und zielt darauf ab, innovative und nachhaltige Projekte in ländlichen Gebieten zu fördern. Im Rahmen der aktuellen Förderperiode 2023–2027 sind 20 Regionen Teil der LEADER-Förderkulisse, die insgesamt rund 59 Millionen Euro an EU- und Landesmitteln zur Verfügung haben. Die Projekte, die über die LEADER-Aktionsgruppen (LAG) umgesetzt werden, berücksichtigen die lokalen Bedürfnisse und Herausforderungen, die die Menschen in ihrer Region am besten kennen.
Nachhaltigkeit und Bürgerbeteiligung im Fokus
Ein zentrales Element des LEADER-Programms ist die Bürgerbeteiligung, die nach dem Bottom-Up-Prinzip funktioniert. Die Aktionsgruppen setzen sich aus kommunalen, wirtschaftlichen und sozialen Akteuren zusammen, die gemeinsam Ziele für ihre Region benennen und diese in einem regionalen Entwicklungskonzept festhalten. Durch diese enge Zusammenarbeit wird sichergestellt, dass die Projekte nicht nur finanziell gefördert werden, sondern auch einen echten Mehrwert für die Gemeinschaft bieten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der elektrisch betriebene Fahrwagen am Edersee nicht nur eine technische Innovation darstellt, sondern auch ein Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung von LEADER-Projekten. Die Kombination aus barrierefreiem Zugang, umweltfreundlicher Technologie und regionaler Entwicklung zeigt, wie durchdachte Konzepte zur Stärkung ländlicher Räume beitragen können. Mehr Informationen über das Projekt und die LEADER-Förderung finden Sie in den entsprechenden Quellen: HNA und Landkreis Waldeck-Frankenberg.