Karin Thaler, die beliebte Schauspielerin aus der erfolgreichen ZDF-Serie „Rosenheim-Cops“, steht vor einer schwierigen Phase in ihrer Karriere. Bereits seit 2002 spielt die 60-Jährige die Rolle der Marie Hofer und hat in über 600 Episoden bewiesen, dass sie ein fester Bestandteil des deutschen Fernsehens ist. Doch wie wlz-online.de berichtet, macht Thaler zunehmend die Erfahrung, dass nach ihrem 60. Geburtstag keine neuen Rollenangebote mehr bei ihr einfliegen.
Früher kam es häufig vor, dass sie jährlich drei bis vier Anfragen erhielt. Diese Zeiten scheinen nun vorbei zu sein. Trotz dieser Herausforderungen zeigt Thaler eine bemerkenswerte positive Einstellung. Sie ist dankbar, weiterhin Teil von „Rosenheim-Cops“ zu sein und spricht offen über ihre Zufriedenheit mit ihrem bisherigen Werdegang.
Ein neuer Steckbrief als Richterin
Auf ihrem Instagram-Profil hat sie kürzlich ein neues Engagement als Richterin in einem Kinofilm angekündigt. Details hierzu sind noch nicht bekannt, doch es zeigt, dass sie trotz der Herausforderungen ihrer Karriere nicht aufgibt. Ihr letzter Kinofilm, „Dieses bescheuerte Herz“ aus dem Jahr 2017 mit Elyas M’Barek, bleibt noch ein Zeichen für ihre Vielseitigkeit.
Das Phänomen, dass Frauen nach einer bestimmten Altersgrenze aus dem Film- und Fernsehgeschäft drängen, ist leider keine Seltenheit. In Deutschland leben 21 Millionen Frauen ab 47 Jahren – das entspricht etwa einem Viertel der Bevölkerung. Daher wurde die Initiative „Let’s Change The Picture“, ins Leben gerufen von Palais F*luxx und Gesine Cukrowski, gegründet. Diese Initiative setzt sich für mehr Sichtbarkeit von Frauen ab 47 Jahren in Film und Fernsehen ein. Es gibt einen großen Bedarf an guten Drehbüchern, die Frauen in ihrer Lebensvielfalt abbilden, kritisieren altersdiskriminierung.de und stellen fest, dass Männer ab 50 oft in zentralen Rollen zu sehen sind, während ihre weiblichen Kolleginnen häufig auf Nebenrollen beschränkt werden.
Ein Blick auf die Gefahren von Altersdiskriminierung
Das Phänomen der „Ageing out“-Diskussion, also das Verdrängen von Schauspielerinnen über 60, wird derzeit im Rahmen eines Forschungsprojekts der Goethe-Universität untersucht. Es ist Teil eines größeren Vorhabens, das im europäischen Rahmen durchgeführt wird, und hat zum Ziel, die Altersdiskriminierung im Kulturbetrieb zu beleuchten. Anke Sevenich, eine 64-jährige Schauspielerin, hat ebenfalls ihre Erfahrungen in der Branche geteilt und macht auf die Herausforderungen aufmerksam, die ältere Frauen beim Zugang zu neuen Rollen haben.
Im Kontext dieser Diskussion äußert sich auch Entertainerin Gayle Tufts zur Altersdiskriminierung und betont, dass sie sich mit 62 Jahren keineswegs alt fühlt. Madonna, eine Stimme von Rang und Namen, setzt sich für den Kampf gegen das Patriarchat und gegen die Vorurteile, die Frauen im Alter begegnen, ein.
Karin Thaler, die nach wie vor der „Rosenheim-Cops“-Familie angehört, bleibt ein Lichtblick in einem System, das oft ältere Schauspielerinnen übersehen könnte. Die Hoffnung bleibt, dass sich die Wahrnehmung und die Chancen für Frauen in der Unterhaltungsindustrie bald grundlegend ändern werden.
Für alle, die sich ein Wunschkennzeichen zulegen wollen, stehen in Rosenheim wkz.rosenheim.de online zur Verfügung. Die Nutzer benötigen dazu lediglich ihre personenbezogenen Daten, die allerdings nur auf freiwilliger Basis erhoben werden. Der Datenschutz bleibt dabei selbstverständlich gewahrt.