Am 18. Februar 2026 hat am Landgericht Kassel der Prozess gegen sechs Männer begonnen, die in mehrere Raubüberfälle verwickelt sind. Die Angeklagten, drei Iraker und drei Syrer im Alter zwischen 24 und 30 Jahren, stehen unter dem Verdacht, am 4. Januar 2025 einen Juwelier und seine Familie in Kassel überfallen zu haben. Fünf der Männer wird besonders schwerer Raub, erpresserischer Menschenraub, gefährliche Körperverletzung und ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Der Überfall war nicht nur brutal, sondern auch gut organisiert – die Täter drangen gegen 17:30 Uhr in die Wohnung des Juweliers ein, fesselten und bedrohten die Familie, während sie den Schlüssel zum Geschäft und das Fahrzeug des Opfers stahlen. Die Ermittlungen führten zu Festnahmen in Kassel und Münster, wobei umfangreiche Beweismittel wie Mobiltelefone und Schmuck sichergestellt wurden, die wahrscheinlich aus dem Raub stammen (Quelle 1, Quelle 2).

Der Prozess wird durch die Aussagen der Angeklagten bestimmt, die teils geständig sind. So hat ein 30-jähriger Angeklagter einen Verständigungsvorschlag des Gerichts angenommen und muss nun mit einer Haftstrafe zwischen 10,6 und 11 Jahren rechnen. Er entschuldigte sich für seine Taten und gab an, psychische Probleme zu haben, die ihn dazu brachten, rückfällig zu werden. Vor seiner Verhaftung hatte er eine Ausbildung zum Altenpfleger abgeschlossen und war zwei Jahre lang drogenfrei gewesen. Interessant ist, dass er die Idee für den Überfall nicht hatte, jedoch nicht bereit war, den wahren Drahtzieher zu verraten (Quelle 1).

Einblicke in die Verbrechensstatistik

Raubüberfälle, wie der auf den Kasseler Juwelier, sind Teil einer größeren Problematik in Deutschland. Im Jahr 2022 wurden über 38.000 Raubdelikte registriert, was die Gefährlichkeit und die Häufigkeit dieser Verbrechen unterstreicht. Besonders auffällig ist, dass es in den letzten Jahren einen Anstieg bei Diebstählen gab, nachdem die Zahlen von 2015 bis 2021 rückläufig waren. Allein im Jahr 2022 wurden 1,78 Millionen Diebstähle polizeilich erfasst. Die Aufklärungsquote bei Raubdelikten liegt bei knapp 60%, was im Vergleich zu anderen Delikten eine relativ hohe Zahl darstellt (Quelle 3).

Die Ermittlungen gegen die Verdächtigen im Kasseler Fall dauern weiterhin an. Am 2. März 2026 wird der Prozess fortgesetzt, wobei drei der Angeklagten noch entscheiden müssen, ob sie den Vorschlag des Gerichts annehmen wollen. Die Sicherheit der Bürger und die Aufklärung solcher Straftaten bleibt eine zentrale Herausforderung für die deutschen Behörden, die sich mit einer Vielzahl an kriminellen Aktivitäten auseinandersetzen müssen.