Am Samstagabend mussten die Handballer der HSG Wetzlar in der Getec Arena in Magdeburg eine herbe Niederlage einstecken. Mit einem Endstand von 20:33 gegen den SC Magdeburg, der in dieser Saison in Liga, Pokal und Champions League ungeschlagen ist, steht Wetzlar nun auf einem gefährlichen 16. Platz in der Handball-Bundesliga.
Die Partie begann für Wetzlar denkbar ungünstig. Nach nur neun Minuten geriet das Team mit bereits fünf Toren in Rückstand. Trainer Momir Ilic zeigte sich vor dem Spiel zuversichtlich, dass sein Team nichts zu verlieren habe, doch der SC Magdeburg ließ keine Zweifel aufkommen. Mit einem frühen Siebenmeter von Omar Ingi Magnusson und weiteren Treffern durch Philipp Weber und Oscar Bergendahl setzten sie die Wetzlarer gleich gehörig unter Druck. Wetzlar kam zwar durch Nafea Ahmed auf 1:2 heran, doch das Momentum blieb beim Gastgeber.
Ein enttäuschender Verlauf
Das ungefähre Bild der ersten Halbzeit zeichnete sich rasch ab. Am Ende der ersten 30 Minuten lagen die Wetzlarer mit 10:22 zurück, nachdem sie in der zweiten Hälfte der Halbzeit einen ernüchternden 1:6-Lauf hinnehmen mussten. Besonders bemerkenswert war, dass Nafea Ahmed mit acht Toren für Wetzlar der Lichtblick im sonst blassen Auftritt war – er erzielte fast die Hälfte der Treffer seiner Mannschaft.
Der Wille, sich zurückzukämpfen, blieb Wetzlar nach dem Seitenwechsel jedoch verwehrt. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit erzielte Magdeburg das 27:11 und wuchs dann auf einen Vorsprung von bis zu 17 Toren an. Trotz der Auszeiten, die Ilic in den Minuten 35 und 45 nahm, wollte sich der Abstand nicht verringern und das Endergebnis von 20:33 war letztlich eine klare Ansage an Wetzlar.
Die kommenden Herausforderungen
Mit dieser Niederlage bleibt Wetzlar nah an den Abstiegsplätzen, was für das Team und die Fans besorgniserregend ist. Ihr nächstes Spiel findet am 27. November gegen die Rhein-Neckar Löwen statt, und dort müssen sie unbedingt ihre Form verbessern, um nicht noch tiefer in den Abstiegskampf zu geraten.
Die Zuschauerzahl von 6.600, die das Spiel verfolgte, beweist, dass Handball in der Region nach wie vor hoch im Kurs steht. In Deutschland gehört Handball zu den beliebtesten Sportarten, was sich auch in den Zuschauerzahlen der Handball-Bundesliga widerspiegelt, die seit ihrer Gründung 1966 stets große Familientreffen und packende Matches bietet.
Insgesamt bleibt die Lage für die HSG Wetzlar angespannt, und die nächsten Spiele sind entscheidend, wenn die Mannschaft den Klassenerhalt sichern möchte.