In der Bundesliga geht es oft hoch her, doch in Mainz könnte in den kommenden Tagen eine große Veränderung bevorstehen. Der Bundesligist Mainz 05 hat sich von Trainer Bo Henriksen getrennt, wie Wiesbadener Kurier berichtet. Dies geschah nach einer Niederlage gegen den SC Freiburg, die trotz einer dominanten Vorstellung mit 0:4 endete.

Der Abgang von Torjäger Jonathan Burkardt hat bei den Mainzern merkliche Spuren hinterlassen. Der junge Stürmer, der in der letzten Saison entscheidend zum Erfolg beitrug, konnte in dieser Spielzeit nicht mehr auflaufen, was das Team in eine Abwärtsspirale führte. Der jetzige Trainerwechsel ist ein deutliches Zeichen, dass man in Mainz zügig reagieren möchte, um die Ambitionen auf eine bessere Platzierung zu wahren.

Eine Wende in der Liga?

Aktuell ist Mainz mit 44 Punkten nach 25 Spieltagen auf einem starken dritten Platz – der beste Stand in der Vereinsgeschichte zu diesem Zeitpunkt. Ein Sieg gegen Freiburg hätte den Abstand auf den Fünften sogar auf fünf Punkte vergrößert. Die Konkurrenz schläft jedoch nicht: Freiburg liegt derzeit auf Platz fünf und ist seit sechs Spielen ungeschlagen. Dieser Druck könnte den Mainzern noch mehr zu schaffen machen.

Statistiken sprechen eine deutliche Sprache

Die Statistik spricht für sich: Mainz hat die zweitbeste Defensive der Liga, mit nur 26 Gegentoren. In diesem Jahr hat die Mannschaft bis jetzt nur sechs Tore kassiert, was zeigt, dass die Abwehrleistung insgesamt stark ist. Torhüter Robin Zentner glänzt dabei mit einer beeindruckenden 76-prozentigen Fangquote, die ihn zum besten Keeper der Liga macht.

Im Mittelfeld hat Mainz hingegen einen neuen Rekord aufgestellt: Mit 22 Toren nach 25 Spielen haben die Spieler hier ihre Stärke bewiesen. Besonders Nadiem Amiri und Paul Nebel sind herausragende Leistungsträger, die zusammen mit Jae-sung Lee für viele Tore sorgen. Amiri hat in dieser Saison bereits sechs Tore erzielt und ist der Spieler mit den meisten Schüssen auf das Tor und den meisten entscheidenden Pässen im Team.

Freiburgs Profis stehen Mainz in nichts nach; deren Mitspieler Vincenzo Grifo und Ritsu Dōan sind ebenfalls torgefährlich, allerdings hat Grifo in seinen letzten 15 Begegnungen gegen Mainz nur einmal getroffen. Dies könnte den Unterschied am kommenden Spieltag ausmachen, wo beide Teams um wichtige Punkte in der Bundesliga kämpfen.

Die kommenden Wochen für Mainz 05 versprechen spannend zu werden. Ob es mit einem neuen Trainer einen strategischen Neuanfang gibt, bleibt abzuwarten. Die nächsten Spiele könnten entscheidend dafür sein, ob Mainz auch weiterhin als ernstzunehmender Kandidat für die Champions League gelten kann. Die Fans hoffen jedenfalls auf eine schnelle Wende zum Guten.