Im Landkreis Ammerland wurde eine umfassende Umfrage zur Lebensqualität durchgeführt, die 7242 Bürgerinnen und Bürger in den letzten Wochen teilnahmen. Der sogenannte Ammerland-Check fand zwischen dem 1. Oktober und dem 3. November statt und befasste sich mit zentralen Themen, die das tägliche Leben der Bewohner betreffen. Laut NWZonline gaben die Teilnehmer insgesamt 40 Antworten auf Fragen, die von der medizinischen Versorgung über den Wohnungsmarkt bis hin zu Freizeitangeboten reichten.
Dieser Partizipationsprozess stellte nicht nur eine Möglichkeit für die Bürger dar, ihre Meinungen zu äußern, sondern auch, ihre Ideen einzubringen. Über die Ergebnisse wird dann in einer öffentlichen Podiumsdiskussion am 2. Dezember in der Eisenhütte in Augustfehn diskutiert. Auf dem Podium sitzen unter anderem Landrätin Karin Harms, Prof. Dr. Ing. Jan Matthias Stielike sowie Marco Buschmann. Hier sollen die angesprochenen Defizite und Verbesserungsvorschläge der Bürger eingehend erörtert werden.
Herausforderungen im Lebensumfeld
Die ersten Ergebnisse haben bereits ein überwiegend positives Bild der Lebensqualität im Ammerland gezeichnet. Dennoch gibt es einige Herausforderungen, die dringend angepackt werden müssen. Zu den häufigsten Mängeln zählen der Mangel an bezahlbarem Wohnraum und steigende Immobilienpreise. Auch in der medizinischen Versorgungslandschaft und der Nahversorgung besteht Handlungsbedarf. Die Verkehrssituation wurde sowohl positiv als auch negativ bewertet: während die Bahnanbindung gut ist, sorgt der Durchgangsverkehr für Unmut.
Ein zentrales Anliegen der Befragten ist die Verbesserung von Kinderbetreuung, Freizeitangeboten sowie der Sauberkeit und Sicherheit im öffentlichen Raum. Zu all dem äußerten die Menschen auch zahlreiche Verbesserungsvorschläge, die dem Ziel dienen, die Lebensqualität definitiv zu steigern. In einer ersten Auswertung wurden die Notwendigkeiten aufgelistet und werden nun in der bevorstehenden Diskussion weitergeführt.
Vielstimmiger Dialog
Die Teilnehmerzahlen sind im Vergleich zur letzten Umfrage im Jahr 2020 gestiegen – damals waren es 6546 Teilnehmer, wie n-ag berichtet. In den kommenden Wochen wird die Redaktion die angesprochenen Probleme mit Verantwortlichen klären, um gezielt an der Verbesserung der Lebensqualität im Ammerland zu arbeiten. Dies zeigt das klare Bedürfnis eines Dialogs zwischen der Bürgerschaft und der Verwaltung, um lokale Gegebenheiten effektiv zu adressieren.
Ein solches Engagement ist nicht nur von den Bürgern, sondern auch von den politischen Entscheidungsträgern gefragt. Die nächste Befragung ist bereits für 2024 angekündigt und wird ähnliche Themen aufgreifen, um Fortschritte messen und vergleichen zu können.
Abschließend wird der Ammerland-Check auch in einem breiteren Kontext betrachtet, wobei das Landesamt für Statistik Niedersachsen, ansässig in Hannover, eine Grunddatenbank für solche Umfragen bereitstellt. Laut Landesamt für Statistik Niedersachsen ist es Aufgabe dieser Institution, Daten zu sammeln, die für politische und wirtschaftliche Entscheidungen essenziell sind, was schließlich auch dem Lebensumfeld der Bürger zu Gute kommt.
Zusammengefasst: Ammerland ist eine süße Sache, aber nicht alles läuft rund. Es ist klar, dass es viel zu tun gibt, damit die Bürger sich hier wirklich wohlfühlen können. Aber es ist ermutigend zu sehen, dass sie bereit sind, ihre Stimme zu erheben und aktiv an Veränderungen mitzuwirken.