Am 7. Februar 2026 fand in Westerstede im Ammerland eine bedeutende Mitgliederversammlung der dort ansässigen Kameradschaften statt. Anwesend waren die Standortkameradschaft (StoKa) Westerstede, die Truppenkameradschaft (TruKa) des Bundeswehrkrankenhauses Westerstede sowie die Kameradschaft Ehemalige, Reservisten und Hinterbliebene (KERH) Ammerland. Das Hauptthema der Veranstaltung waren die turnusmäßigen Vorstandswahlen aller drei Kameradschaften. Außerdem wurde das einjährige Bestehen der StoKa Westerstede und der KERH Ammerland gefeiert, die am 21. Januar 2025 gegründet wurden, um eine Struktur zur Verbindung von aktiven Soldaten, Ehemaligen, Reservisten, Angehörigen und Hinterbliebenen zu schaffen.

Die bisherigen Vorstände berichteten über ihre Arbeit im vergangenen Jahr und die Etablierung der Kameradschaften im regionalen Umfeld. Bei den Neuwahlen wurden Michael Groß zum Vorsitzenden der KERH Ammerland sowie Daniel Meyer zum Vorsitzenden der TruKa und der StoKa gewählt. Wahlleiter Hannes Dreier und Protokollführer Jens Lindemann sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Nach dem offiziellen Teil der Versammlung fand die vierte „Blaue Stunde“ statt, ein geselliges Event, das den Austausch zwischen den Kameradschaften fördert.

Politische Diskussionen und Ehrungen

Zu den Ehrengästen zählten Bürgermeister Michael Rösner, 1. Kreisrat Ralf Denker sowie Jens Nacke (CDU) und Björn Meyer (SPD). In den anschließenden Diskussionen mit den Gästen standen die Kooperation zwischen der Ammerland-Klinik und dem Bundeswehrkrankenhaus Westerstede sowie die Planung von Veranstaltungen zum nationalen Veteranentag am 15. Juni 2026 im Fokus. Bürgermeister Rösner berichtete über die Fortschritte und Gespräche, die in diesem Kontext stattgefunden haben.

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung waren die Ehrungen langjähriger Mitglieder des Deutschen Bundeswehrverbandes: Walter Böttcher wurde für 40 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet, Günter Hobbiejanssen für 50 Jahre und Erich Marks, Hans Krefeldt sowie Reinhard Weigelt für stolze 60 Jahre Zugehörigkeit. Die Veranstaltung wurde als positiv und erfolgreich wahrgenommen, insbesondere dank der hervorragenden Organisation durch Oberstarzt Dr. Christian Zechel.

Die Kooperation zwischen Ammerland-Klinik und Bundeswehrkrankenhaus

Die enge Zusammenarbeit zwischen der Ammerland-Klinik und dem Bundeswehrkrankenhaus Westerstede hat eine lange Geschichte, die im Frühjahr 2001 ihren Anfang nahm. Bei Gesprächen zwischen Oberstarzt Dr. Helff und dem Landkreis Ammerland wurde die Ammerland-Klinik als idealer Partner zur Schaffung einer optimalen Ausbildungsstruktur für Einsatzchirurgen identifiziert. Dies führte zur Schließung kleiner Bundeswehrkrankenhäuser und zur Eröffnung des neuen Bundeswehrkrankenhauses in Westerstede im Jahr 2004.

Die Kooperation wurde 2005 durch die Unterzeichnung von Kooperationsverträgen formalisiert und hat sich seitdem stark entwickelt. Beide Einrichtungen sind als Klinikzentrum Westerstede zertifiziert und fungieren gemeinsam als überregionales Traumazentrum. Jährlich werden im Bundeswehrkrankenhaus etwa 5.000 stationäre Patienten behandelt, wobei 85% der Patienten Zivilisten sind. Die Ammerland-Klinik versorgt rund 20.000 Patienten jährlich. Diese Partnerschaft hat nicht nur die medizinische Versorgung in der Region verbessert, sondern auch Kosteneinsparungen durch den Einkauf von Dienstleistungen und eine Vielzahl von gemeinsamen Projekten ermöglicht.

Wissenschaftliche Fortschritte und zukünftige Herausforderungen

Die Bundeswehrkrankenhäuser sind gesetzlich verpflichtet, zum wissenschaftlichen Fortschritt beizutragen. Seit 2019 wurden Umstrukturierungen vorgenommen, um die wissenschaftliche Ausrichtung zu optimieren. Vertreter der Bundeswehrkrankenhäuser nehmen aktiv an Forschungssitzungen der BG Kliniken teil und arbeiten an innovativen Projekten, die Themen wie personalisierte Therapien, KI-basierte Bildgebung und virtuelle Realität in der Rehabilitation umfassen.

In Anbetracht der aktuellen Herausforderungen, wie militärische Konflikte, Naturkatastrophen und Pandemien, wird die Rolle der Bundeswehrkrankenhäuser zunehmend wichtiger. Ein Beispiel für den humanitären Einsatz ist die Behandlung von Schwerverletzten aus der Ukraine, die durch den Kleeblatt-Mechanismus ermöglicht wird. Diese Entwicklungen zeigen, wie eng die medizinische Versorgung und die wissenschaftliche Forschung miteinander verknüpft sind und welche Verantwortung beide Einrichtungen in der Gesellschaft übernehmen.

Für weiterführende Informationen zu den Mitgliederversammlungen und der Entwicklung der Kameradschaften in Westerstede, besuchen Sie bitte die Quelle. Informationen zur Kooperation zwischen den Kliniken finden Sie in der zweiten Quelle, während die Rolle der Bundeswehrkrankenhäuser im Kontext der wissenschaftlichen Forschung in der dritten Quelle näher beleuchtet wird.