Die kalte Jahreszeit hat Braunschweig fest im Griff. Meteorologe Dominik Jung hat eindringlich vor frostigen Bedingungen gewarnt, insbesondere jetzt, da die Weihnachtsmärkte kurz vor der Eröffnung stehen. Wie news38 berichtet, findet die Feierlichkeit vom 26. November bis 29. Dezember statt, aber die Vorfreude wird durch die angekündigte Kälte etwas getrübt.
Die kalten Temperaturen haben bereits in den letzten Tagen begonnen, sich bemerkbar zu machen. Am 22. November wurden lediglich 3 Grad erreicht, und auch am 23. gab es keinen nennenswerten Temperaturanstieg. Bei 32 Prozent Regenrisiko und spärlichen 5 Grad am 24. November blieb die winterliche Stimmung in der Stadt verhalten. Doch das Schlimmste steht noch bevor.
Ein polarer Kaltluftausbruch nimmt Fahrt auf
Oberhalb von Braunschweig zieht momentan eine Schnee- und Eisregenfront aus Westen auf. Laut den Prognosen wird eine dünne Schneedecke von 1 bis 3 cm erwartet, während der Schnee in höheren Lagen oberhalb von 500 bis 600 Metern liegen bleiben könnte. Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit einem deformierten Polarwirbel, der kalte Polarluft in unsere Region lenkt. Der Polarwirbel hat seine Form verloren und wirkt nun „bohnenförmig“, was zu einem unruhigen Wetter führt. T-Online berichtet, dass dies die ersten kalten Nächte der Saison mit Temperaturen bis zu -4 Grad mit sich bringt.
Gerade im Berufsverkehr, auf den Autobahnen A2 und A39 sowie auf Stadtbrücken ist mit Glätte zu rechnen. Der Wetterexperte Kai Zorn hat die aktuelle Situation mit einem ähnlichen Szenario vor 13 Jahren verglichen, als der Winter in Braunschweig für Aufregung sorgte. Auch am kommenden Wochenende wird es rutschig, sodass Autofahrer und Fußgänger besonders vorsichtig sein müssen – besser, man bleibt in dieser Zeit am besten gleich zu Hause!
Das Wetter bleibt kühl
Die aktuelle Wetterlage zeigt kein Ende der Kälte in Sicht. Wie Weather.com erklärt, bildet sich der Polarwirbel jedes Jahr im Herbst, wenn die Temperaturen über dem Nordpol stark absacken und sich kalte Luft staut. In Höhenlagen von 10 bis 50 Kilometern erreicht die Kälte dramatische Werte. Im Winter ist der Polarwirbel besonders aktiv, und bei Instabilitäten entstehen oft polare Kaltluftausbrüche, wie wir ihn nun erleben.
Die Prognosen deuten darauf hin, dass sich die kalte Witterung auch in den kommenden Wochen fortsetzen wird. Braunschweig muss sich auf frostige Temperaturen und prächtige Winterlandschaften einstellen – und auch auf die winterlichen Herausforderungen, die diese Jahreszeit mit sich bringt.