Heute ist der 11.02.2026 und wir berichten aus Braunschweig über einen besonderen Auftritt in der beliebten ZDF-Sendung „Bares für Rares“. Die Geschwister Christoph Block und Barbara Creutzburg aus Hameln reisten nach Pulheim, um ein faszinierendes Gemälde zu verkaufen, das von ihrer Mutter stammt und im 19. Jahrhundert vom Münchner Maler Franciszek Streitt gemalt wurde. Das Werk zeigt zwei Kinder, die eine Zigarette rauchen, eine Darstellung, die in der heutigen Zeit als verstörend empfunden wird, jedoch zu der Zeit, in der das Bild entstand, als völlig normal galt.
Die Präsentation des Gemäldes sorgte für Aufsehen, nicht zuletzt wegen des überraschenden Motivs, das selbst Moderator Horst Lichter staunen ließ. Kunstexperte Colmar Schulte-Goltz erklärte, dass das Bild einen Blick in eine andere Zeit bietet, in der rauchende Kinder keine Seltenheit waren. Dennoch musste er auch darauf hinweisen, dass das Gemälde in einem schlechten Zustand war und einige Fehlstellen aufwies, die eine Reinigung und Reparatur nötig machten.
Die Preisverhandlungen
Die Geschwister wünschten sich einen Preis von 400 bis 500 Euro für das Gemälde, was als zu niedrig eingeschätzt wurde. Schulte-Goltz schätzte den Wert des Kunstwerks sowohl in Polen als auch in Deutschland auf 1.200 bis 1.500 Euro. Trotz der kontroversen Darstellung weckte das Gemälde das Interesse der Händler. David Suppe, einer der Händler, fand das Motiv „sehr kontrovers“, wurde jedoch von Barbara Creutzburg unterstützt, die darauf hinwies, dass rauchende Kinder früher als normal galten.
Wie sich herausstellte, wurde das Gebot schnell höher als die ursprüngliche Schätzung. Nach einem langen Bietprozess wurde das Gemälde schließlich für beeindruckende 3.500 Euro verkauft. Diese Entwicklung zeigt, wie stark das Interesse an Kunstobjekten, selbst mit provokanten Motiven, sein kann und wie sich die Wahrnehmung von Kunst über die Jahrhunderte verändert hat.
Kunst und ihre gesellschaftliche Bedeutung
Das Fallbeispiel des Gemäldes von Franciszek Streitt verdeutlicht nicht nur den Wert von Kunst im monetären Sinne, sondern auch die gesellschaftlichen Veränderungen, die mit den dargestellten Themen verbunden sind. Während das Rauchen von Kindern im 19. Jahrhundert weit verbreitet war, ist es heute ein absolutes Tabu. Solche Kunstwerke können als Spiegel ihrer Zeit dienen und Diskussionen über kulturelle Normen und Werte anstoßen. Die Faszination für Kunst, die auf kontroverse Weise mit der Vergangenheit spielt, bleibt ungebrochen und zieht sowohl Sammler als auch Zuschauer in ihren Bann.
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