In den Schloss Arkaden in Braunschweig war diese Woche einiges los. Die Drogerien Rossmann und dm haben zeitgleich ihre Türen geschlossen, was bei vielen Kunden für Verwirrung sorgte. Vor verschlossenen Eingängen standen die Menschen ratlos und suchten nach alternativen Einkaufsmöglichkeiten. Glücklicherweise sind die dm- und Rossmann-Filialen in der Innenstadt geöffnet, sodass die Kunden nicht ganz auf Medikamente und Kosmetik verzichten müssen.

Die Schließung des dm-Marktes erfolgt im Zuge von Renovierungsarbeiten, die bis zum 21. Januar dauern sollen. Rossmann hingegen plant einen umfangreichen Umbau, der zum Ziel hat, die Verkaufsfläche durch eine angrenzende Fläche, welche zuvor von Gravis genutzt wurde, zu erweitern. Nach dem Umbau, der für Mai 2026 vorgesehen ist, dürfen sich die Kunden auf eine moderne Ladengestaltung und ein größeres Sortiment freuen.

Interne Veränderungen für dm

Die Schließung und Renovierung finden vor dem Hintergrund neuer Entwicklungen bei dm statt, die in Zukunft zu einer Erweiterung des Unternehmens führen sollen. Aktuellen Berichten zufolge stellt dm Weichen für Erneuerung, mit Schwerpunkten auf Gesundheit und digitale Verfahren. Im Geschäftsjahr 2024/2025 plant die Drogeriemarktkette, ihr Investitionsvolumen auf über 250 Millionen Euro zu steigern, was eine klare Richtung für weiteres Wachstum zeigt. Besonders online soll die Expansion vorangetrieben werden, mit neuen Verteilzentren und dem Ausbau der Selbstbedienungskassen bis 2027.

Mit einem Umsatz von 19,197 Milliarden Euro, was einen Anstieg von 8,2 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet, gehört dm zu den Marktführern in Deutschland im Bereich Drogerien. In Deutschland erzielt das Unternehmen einen Umsatz von 13,279 Milliarden Euro und hat einen Marktanteil von 27,5 %. Täglich besuchen etwa 2,2 Millionen Menschen eine der Filialen, und die Nutzung der dm-App erfreut sich großer Beliebtheit unter 12,5 Millionen Kunden.

Marktsituation und Entwicklungen

Die Drogeriebranche in Deutschland hat sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt. Laut Statista betrug der Nettoumsatz im Einzelhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln im Jahr 2022 rund 25,7 Milliarden Euro, wobei Drogerien mehr als 50 Prozent des Marktvolumens bei Körperpflegeprodukten halten. Die beiden großen Player, dm und Rossmann, profitieren erheblich von den Veränderungen in der Branche, insbesondere seit der Insolvenz von Schlecker, die ihnen zusätzliche Marktanteile sicherte.

Wohin die Reise für dm und Rossmann geht, bleibt spannend. Die Pläne zur Erneuerung und Digitalisierung spiegeln den Trend wider, den der gesamte Einzelhandel zunehmend verfolgt. Ob die Neueröffnungen und Umbauten in Baunschweig dem Kunden auch neue Einkaufserlebnisse bieten werden, bleibt abzuwarten. Aber eines steht fest: Drogerien sind und bleiben ein zentraler Bestandteil des deutschen Einzelhandels!