Sicherheit geht vor: Braunschweiger Weihnachtsmarkt mit neuen Schutzmaßnahmen
Der Braunschweiger Weihnachtsmarkt öffnet am 26. November 2025. Nach einem Anschlag sind hohe Sicherheitsmaßnahmen geplant.

Sicherheit geht vor: Braunschweiger Weihnachtsmarkt mit neuen Schutzmaßnahmen
Mit dem Braunschweiger Weihnachtsmarkt, der am 26. November seine Pforten öffnet, steigt die Vorfreude bei den Weihnachtsfans. Doch Sicherheit steht in diesem Jahr ganz oben auf der Liste der Prioritäten. Besonders im Fokus ist die Absicherung gegen mögliche Anschläge, nachdem im vergangenen Jahr in Magdeburg fünf Frauen bei einem Vorfall ums Leben kamen. Das Stadtmarketing betont die Dringlichkeit dieser Maßnahmen. News38 berichtet von einem verschärften Sicherheitskonzept, das insbesondere auf Taschendiebstähle und Terroranschläge abzielt.
Der Einsatz von Pollern zur Verhinderung von Fahrzeuganschlägen wird als ganz zentral erachtet. So wird die Zufahrt zur gesamten Veranstaltungsfläche während der Marktöffnungszeiten untersagt, weshalb Autos und Lastwagen künftig dort gar keinen Zugang mehr haben. Selbst Paketboten erhalten keinen Zugang, um potenzielle Sicherheitsrisiken noch weiter zu minimieren. Die Behörden haben sich eng abgestimmt, um ein sicheres und friedliches Erlebnis für alle Besucher zu gewährleisten.
Sicherheitsvorkehrungen und deren Kosten
Die Situation in anderen Städten zeigt, dass Sicherheitsvorkehrungen mittlerweile überall unerlässlich sind. Die Stadt Magdeburg hat ebenfalls umfangreiche Maßnahmen beschlossen, um die Sicherheit beim Weihnachtsmarkt zu erhöhen. Laut MDR sollen neue Sperren eingerichtet werden, die Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von 3,5 Tonnen aufhalten. Schwerere Fahrzeuge sollen nur erschwerten Zugang erhalten, um die Wahrscheinlichkeit eines unbefugten Zugangs zu verringern. Es ist geplant, 110 Sicherheitssteine anzuschaffen, die miteinander verbunden werden, sowie versenkbare Poller an verschiedenen Punkten zu installieren.
Die Kosten für solche Sicherheitsmaßnahmen sind erheblich. Wie auf Tagesschau zu lesen ist, belasten Terrorsperren und hohe Personalkosten die Weihnachtsmarktveranstalter. In Essen-Steele beispielsweise kostet das umfassende Sicherheitskonzept den Stadtteilmarketing-Verein jährlich rund 100.000 Euro, wobei die Stadt größtenteils die Kosten übernimmt. In Overath musste der Weihnachtsmarkt aufgrund gestiegener Sicherheitskosten abgesagt werden – ein Beleg dafür, wie existenziell diese Herausforderungen für kleinere Veranstalter sind.
Ein zentraler Punkt in der Debatte um Sicherheitskonzepte ist, dass viele Veranstalter die steigenden Kosten nicht allein stemmen können. Dennis Eichenbrenner, der Vorsitzende des Bundesverbands Veranstaltungssicherheit, hebt hervor, dass neben dem Fokus auf Zufahrtsschutz ebenso andere Risiken, wie Messergewalt, mehr Beachtung finden sollten. In Essen verfolgt man zudem ein umfassendes Sicherheitskonzept, das auch Krisenmanagement einschließt, um die Besucher bestmöglich zu schützen.
Während die Vorfreude auf die Weihnachtsmärkte steigt, stellt sich die Frage, ob die neuen Maßnahmen in den Städten ausreichend sind, um die Besucher in dieser besonderen Zeit des Jahres zu schützen. Fest steht, dass das Thema Sicherheit auch in der Vorweihnachtszeit hoch im Kurs bleibt und mit den kritischen Stimmen von Veranstaltern und Sicherheitsexperten unbedingt in den Dialog getreten werden sollte.