Am 3. März 2026 hielt der DEHOGA Kreisverband Celle seine Jahreshauptversammlung im Hotel Celler Tor ab. Rund 38 Mitglieder aus Gastronomie und Hotellerie fanden sich zusammen, um über die aktuellen Herausforderungen und Perspektiven der Branche zu diskutieren. Kreisvorsitzender Roger Burkowski begrüßte die Anwesenden und thematisierte die wirtschaftlichen Belastungen der letzten Jahre, darunter die steigenden Kosten für Energie, Lebensmittel, Personal sowie die immer komplexer werdenden bürokratischen Anforderungen. Der Austausch und die Entwicklung gemeinsamer Lösungen wurden als essenziell hervorgehoben.
Ein zentrales Thema war die Mehrwertsteuerregelung in der Gastronomie. Der DEHOGA setzt sich seit Jahrzehnten für faire steuerliche Rahmenbedingungen ein. Schatzmeister Jürgen Reimer stellte den Finanzbericht vor, während Vorstandsmitglieder über Ausbildungszahlen und die Nachwuchsförderung berichteten. Ein Infoteil über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Gastgewerbe stieß auf reges Interesse. Christoph Digwa moderierte eine Diskussion zum Aufbau eines Restaurants mit KI, die auch Impulsvorträge zu digitalen Werkzeugen und Anwendungen für Gastgeber beinhaltete.
Herausforderungen und Anforderungen der Branche
Die Branche sieht sich seit Jahren realen Umsatzverlusten gegenüber. Laut einer Pressekonferenz des DEHOGA am 2. September 2025 in Berlin leidet das Gastgewerbe in Deutschland seit fünf Jahren unter diesen Verlusten, und für 2025 wird ein weiteres Minus erwartet. Die Herausforderungen, wie bürokratische Anforderungen und starre Arbeitszeitregelungen, wurden dabei besonders betont. Die Erwartungen der Branche an die Politik sind hoch, einschließlich der Forderung nach einer einheitlichen Mehrwertsteuer von 7 % auf Essen ab dem 1. Januar 2026, um die Situation im Gastgewerbe zu verbessern. Flexible Arbeitszeiten und eine Reduzierung von Bürokratie sind weitere wesentliche Anliegen.
Die Auswirkungen der steigenden Kosten für Energie und Rohstoffe verschärfen die wirtschaftliche Lage zusätzlich. Politische Initiativen sind gefordert, um steuerliche Hindernisse abzubauen und Planungssicherheit zu schaffen. Diese Herausforderungen werden durch Veränderungen in den Kundenerwartungen verstärkt, die zunehmend mehr Wert auf Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit legen.
Mehrwertsteuersenkung und ihre Folgen
Seit Januar 2026 beträgt die Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants 7 % statt 19 %. Dennoch haben viele Gastronomiebetriebe die Preise nicht gesenkt, was die Situation der Branche nicht verbessert hat. DEHOGA kritisiert, dass die Senkung allein nicht ausreicht, um die Branche zu stabilisieren. Hohe Lohnnebenkosten und Standortkosten werden als weitere Probleme identifiziert, während Insolvenzen unter Restaurant- und Cafébetreibern, besonders in ländlichen Gebieten, zunehmen.
Die Konsumlaune der Verbraucher hat ebenfalls nachgelassen. Laut dem Konsum-Barometer der GfK zeigen die Daten einen negativen Trend in der Kauf- und Genusslaune der Verbraucher. Viele Gastronomen planen, ihre Preise zu erhöhen, um den gestiegenen Kosten für Strom, Wasser und Gas Rechnung zu tragen. In diesem Kontext wird die Bedeutung von Digitalisierung und innovativen Lösungen, wie sie auf der Jahreshauptversammlung des DEHOGA diskutiert wurden, immer relevanter, um Arbeitsabläufe zu vereinfachen und die Gästeansprache zu verbessern.
Der DEHOGA Kreisverband Celle lädt zur Fortsetzung des Austauschs über die Versammlung hinaus ein und sieht sich als Plattform für Vernetzung, Weiterbildung und Interessenvertretung. Optimismus für die Zukunft durch Zusammenarbeit, Innovation und offenen Austausch bleibt somit ein zentrales Anliegen der Mitglieder.
Für weitere Informationen über die aktuelle Lage des Gastgewerbes und die Forderungen des DEHOGA, besuchen Sie diese Seite sowie diese Quelle. Für Informationen über die Auswirkungen der Mehrwertsteuersenkung auf die Gastronomie besuchen Sie diese Seite.