Am Freitagnachmittag, dem 4. Juli 2025, stand die Feuerwehr Celle in einem spannungsgeladenen Einsatz gegen einen größeren Vegetationsbrand im Altenceller Feld. Laut der Oldenburger Online Zeitung breitete sich das Feuer rasch auf einer Fläche zwischen 60.000 und 80.000 Quadratmetern aus und griff auf junge Bäume sowie Buschwerk über. Die ersten Alarmierungen ereigneten sich um 15:22 Uhr, als die Einsatzkräfte schnell an die Brandstelle dirigiert wurden.

In Anbetracht der rapid fortschreitenden Flammen wurde die Alarmstufe erhöht und zusätzliche Kräfte, darunter der Wassertransportzug Süd der Stadtfeuerwehr, nachalarmiert. Rund 60 Einsatzkräfte kämpften unermüdlich gegen die Flammen, wobei sie die Brandbekämpfung von drei Seiten mit insgesamt zehn D-Rohren organisierten. Die effiziente Koordination der Feuerwehrleute wurde von Stadtbrandmeister Uwe Wiechmann ausdrücklich gelobt, insbesondere der Einsatz der neuen Wassertransportzüge, die als gut bewertet wurden. Die B3 zwischen Altencelle und Westercelle musste während der Löscharbeiten voll gesperrt werden, um die Sicherheitslage zu gewährleisten.

Ursache und Auswirkungen

Trotz des schnellen Reagierens der Feuerwehr blieb die Brandursache vorerst unklar. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis 17:30 Uhr hin, doch die Herausforderungen, die mit Vegetationsbränden einhergehen, werden in letzter Zeit immer deutlicher sichtbar. Informationen von der DGUV zeigen, dass die Zahl der Vegetationsbrände in Deutschland in den letzten Jahren erheblich gestiegen ist, was erneut auf die Auswirkungen des Klimawandels hinweist. Ob Hitzewellen oder andere Extremwetterereignisse – die Herausforderungen für Feuerwehren wachsen.

Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass im Jahr 2023 die verbrannte Waldfläche in Deutschland um über 40 % über dem langjährigen Durchschnitt seit 1991 lag. Dies stellt nicht nur eine Gefahr für die Natur, sondern auch für die Einsatzkräfte dar, die erhöhtem Unfallrisiko und Exposition gegenüber gesundheitsgefährdenden Stoffen ausgesetzt sind. Dies unterstreicht die Wichtigkeit von geeigneten Schutzmaßnahmen während der Einsätze.

Sicherheit im Feuerwehreinsatz

Um die Sicherheit der Feuerwehrleute zu gewährleisten, wird persönliche Schutzausrüstung (PSA) empfohlen, die den aktuellen Standards entspricht. Außer Interviews und Studien werden verschiedene Projekte verfolgt, um die Belastung der Einsatzkräfte zu erforschen. So sind geplante Studien am IPA im Gange, um die Risiken und Herausforderungen bei Vegetationsbränden besser zu verstehen. Mit dem Ziel, die Sicherheit im Feuerwehreinsatzdienst zu verbessern, wird eine Hauptstudie im Frühsommer 2025 starten, um nachhaltige Lösungen zu finden.

Die Geschehnisse in Celle sind ein eindringlicher Appell, die Prävention und das Management der Brandbekämpfung ernst zu nehmen. Die hiesige Feuerwehr hat ein gutes Händchen bewiesen, aber die ständige Zunahme solcher Brände zeigt, dass wir alle wachsam bleiben müssen.