Am 2. November 2025 hat die indische Raumfahrtagentur ISRO einen bedeutenden Erfolg gefeiert: den erfolgreichen Start des schwersten Telekommunikationssatelliten, CMS-03, der mit einem Gewicht von 4,4 Tonnen die Umlaufbahn erreichte. Dieser startet vom Sriharikota-Raumfahrtzentrum und ist darauf ausgelegt, Telekommunikationsdienste sowohl über dem indischen Territorium als auch über dem angrenzenden Ozean anzubieten. Der neue Träger LVM3-M5, der bei diesem Einsatz sein Debüt feierte, hat sich dabei bis zum Geostationären Transferorbit (GTO) bewährt, nachdem er am 26. Oktober 2025 für die letzten Vorbereitungen an den Startplatz bewegt wurde. Das berichtet Le Courrier.
Der LVM3-M5, mit einer beeindruckenden Höhe von 43,5 Metern und einem Startgewicht von 642 Tonnen, ist eine verbesserte Rakete, die bereits im August 2023 erfolgreich eine indische Mondsonde auf die Mondoberfläche gebracht hat. Diese Mission macht Indien zu einem der wenigen Länder, die sicher in der Lage sind, solche Technologien zu entwickeln – nach den USA, Russland und China. Bei dieser Gelegenheit unterstrich ISROs Vision, durch solche Projekte die Selbstständigkeit in der Verteidigungskommunikation auszubauen und die operativen Fähigkeiten der Streitkräfte zu stärken, was vor allem für Luftstreitkräfte, Marine und Heer von Bedeutung ist, wie auch The Hindu Business Line berichtet.
Ambitionen und Erfolge in der Raumfahrt
Indien hat in den letzten Jahren bemerkenswerte Fortschritte im Bereich der Raumfahrt gemacht. Die Entwicklung der Raumfahrttechnologien begann bereits in den 1960er-Jahren, als die indische Raumfahrtbehörde ISRO gegründet wurde. Damals waren militärische Trägerraketen und Höhenforschungsraketen die ersten Schritte, die man unternahm, um sich im internationalen Raumfahrmarkt einen Namen zu machen. Die erste Raumstation auf Sriharikota wurde 1969 eröffnet, und der erste indische Satellit, Rohini 1A, wurde 1980 erfolgreich ins All gebracht. Bis heute zählt Indien zu den leistungsstärksten Akteuren der Welt, nicht zuletzt durch die Erreichung des Mars-Orbits im Jahr 2014 und die Mondlandung im August 2023 mit der Chandrayaan-3Mission, wie Wikipedia festhält.
Ein wesentliches Ziel ist es, bis 2027 einen Astronauten eigenständig ins All zu schicken, ein Unterfangen, das im Rahmen des Gaganyaan-Programms durchgeführt werden soll. Premierminister Narendra Modi hat sogar das ambitionierte Ziel formuliert, bis 2040 einen Inder auf dem Mond zu landen. Diese ehrgeizigen Pläne sollen die indische Raumfahrtbehörde weiter im globalen Raumfahrtwettbewerb positionieren und das nationale Interesse an Raumfahrttechnologien unterstreichen.