Die bakterielle Meningitis ist eine ernsthafte Erkrankung, die häufig mit gravierenden gesundheitlichen Risiken verbunden ist. Laut ilmessaggero ist sie die schwerwiegendste Form der Meningitis und wird durch verschiedene Erreger verursacht, darunter der Pneumokokkus (Streptococcus pneumoniae), das Meningokokken-Bakterium (Neisseria meningitidis) sowie Haemophilus influenzae, Streptococcus agalactiae und Listeria monocytogenes. Während die virale Meningitis weitaus häufiger und weniger bedenklich ist, ist die bakterielle Form seltener und kann, wenn sie nicht schnell behandelt wird, mit einer hohen Sterblichkeitsrate von bis zu 20 Prozent einhergehen.
Besonders gefährdet sind ältere Menschen. Ein tragisches Beispiel ist der Fall des Musiker Jeff Beck, der im Alter von 78 Jahren an bakterieller Meningitis verstarb. In Europa sind die Fälle von bakterieller Meningitis insgesamt rückläufig, jedoch gibt es nach wie vor Infektionen, wie den Fall eines 27-Jährigen in Latina, Italien. Die häufigsten Krankheitserreger in Europa sind die Meningokokken der Serogruppe C und B und die Meningitis wird vor allem durch Meningokokken-Infektionen in Entwicklungsländern, wie zum Beispiel durch Mycobacterium tuberculosis, hervorgerufen.
Übertragung und Symptome
Die Übertragung der bakteriellen Meningitis erfolgt vor allem durch Tröpfcheninfektion über Speichel und Nasensekrete. Wie die Berichterstattung von MSD-Manual erklärt, sind die Symptome zu Beginn oft unspezifisch und umfassen hohes Fieber und starke Kopfschmerzen. Typische spezifische Symptome sind eine Nackensteifigkeit und Schmerzen beim Beugen der Beine. In fortgeschrittenen Stadien können Komplikationen wie Krampfanfälle, Schläfrigkeit oder sogar Koma auftreten.
Die Diagnose erfolgt meist durch eine Lumbalpunktion, um die Zusammensetzung der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit zu analysieren. Die Analyse ist entscheidend, um den Erreger zu identifizieren und eine geeignete Behandlung einzuleiten. Dabei ist es wichtig, verschiedene Parameter wie Zellzahl, Eiweißgehalt und Glucosekonzentration zu bestimmen. Ein typisches Zeichen für bakterielle Meningitis ist ein Anstieg der Zellzahl mit einem überwiegenden Anteil an neutrophilen Granulozyten und häufig trübem Liquor. Sollte die Lumbalpunktion aus medizinischen Gründen nicht sofort möglich sein, wird in der Regel eine neuro-imaging-Untersuchung (CT oder MRT) durchgeführt.
Prävention und Impfung
Die Prävention von bakterieller Meningitis ist durch verschiedene Impfungen möglich, da einige der verantwortlichen Erreger durch Impfstoffe verhindert werden können. Wie Santé Publique France betont, sollten auch enge Kontaktpersonen prophylaktisch mit Antibiotika behandelt werden, um eine Ansteckung zu vermeiden. Auch beim Auftreten von Symptomen ist zum Beispiel eine sofortige Behandlung mit Antibiotika erforderlich, um das Risiko schwerer Verläufe zu reduzieren.
Abschließend lässt sich sagen, dass die bakterielle Meningitis zwar eine ernsthafte Krankheit darstellt, die durch rechtzeitige medizinische Intervention und präventive Maßnahmen besser kontrolliert werden kann. Daher ist es wichtig, bei Symptomen schnell zu handeln und die entsprechenden Vorsorgemaßnahmen zu treffen.